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Müllmuffel in der Innenstadt

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Rein mit dem Dreck oder doch daneben?
Rein mit dem Dreck oder doch daneben? © Michael Schick

Schüler der Ossietzky-Schule haben einen Film über den Umgang mit Abfall gedreht

Von Gesa Fritz

Nein. Die Welt werden sie mit ihrem Film wohl nicht verändern. „Aber vielleicht ist er ein kleiner Impuls, der die Menschen dazu bringt, nachzudenken“, sagt Christian. Der 16-Jährige hat gemeinsam mit sechs anderen Elftklässlern der Carl-von-Ossietzky-Schule einen Film über Abfall gedreht.

„Wozu gibt’s Saubermänner?“

Mit einer Mülltonne im Schlepptau sind die 16- bis 18-Jährigen in die Fußgängerzone von Wiesbaden gezogen. Hier haben sie Passanten dabei gefilmt, wie sie ihren Müll erst in die Tonne und dann auch neben den überquellenden Behälter geworfen haben. Und sie haben die Müllmuffel interviewt. „Ich mach mich doch nicht zum Affen“, heißt es da. Oder „Wozu gibt’s denn die Saubermänner der Stadt?!“ Nur ganz vereinzelt haben die Schüler auch Menschen gefilmt, die Plastiktüten vom Boden wieder in den Behälter befördert haben.

Der Film ist im Rahmen des Kunstunterrichtes entstanden. Die Lehrerin Jutta Zimmer wollte die Themen Umwelt, Natur und Gesellschaftspolitik in einem erlebbaren Projekt verknüpfen. Das Ergebnis, den vierminütigen Film „Trash all over you“, haben die Schüler als ihren Wettbewerbsbeitrag beim NaturPur Award in Darmstadt eingereicht. Noch bis Samstag wird per Online-Abstimmung der Gewinner des Publikumspreises ermittelt. Die Jury kürt ihre Sieger dann am Freitag, 2. März.

Überrascht waren die Schüler des Oberstufengymnasiums nicht über die Reaktionen der Bürger. Im Gegenteil, sie passten prima ins Konzept. „Wir wollten deutlich machen, dass es manchen Menschen egal ist, ob Müll herumliegt oder nicht“, sagt Renée (17 Jahre).

Der Film endet so, wie es sich die Schüler eigentlich für die Realität wünschen. Im Rückwärtslauf fliegt den Passanten der Müll wieder in die Hand. „Wir haben es in der Hand, das Müllproblem zu lösen“, sagt Dustin (16 Jahre).

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