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Müll und Abwasser werden teurer

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Von: Arne Löffel

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Die Müllgebühren sollen steigen.
Die Müllgebühren sollen steigen. © dpa

Schlechte Nachrichten für die Bürger: Die Gebühren für Müll und Abwasser steigen. Die Stadt begründet die Erhöhung mit dem Defizit, das es auszugleichen gelte.

Die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (ELW) erhöhen die Gebühren für Abwasser und Restmüll. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Ein entsprechender Beschluss des Magistrats liegt bereits auf dem Tisch und muss von der Stadtverordnetenversammlung bestätigt werden.

Laut dem zuständigen Dezernenten Oliver Franz (CDU) beträgt das Defizit bei der Restmüllentsorgung rund 652 000 Euro. „Die neuen Gebührensätze für 2016 und 2017 müssen so angepasst werden, dass sie die Kosten decken“, erläutert Ordnungsdezernent Franz.

Zur Ermittlung des neuen Gebührenkatalogs seien zwei Prozent des Restmülls der Bürgerinnen und Bürger im April stichprobenartig auf die Dichte des Abfalls und die Füllhöhe der Mülltonnen hin untersucht worden. Beide Faktoren haben laut Franz logistische Folgen in der Abfallwirtschaft, die sich auf die Kosten auswirken.

Ein Ergebnis sei, dass das spezifische Raumgewicht bei den unterschiedlichen Größen der Restabfallbehälter abweichend voneinander entwickelt habe. Bei den 60- und 1100-Liter-Behältern sei das spezifische Raumgewicht gesunken, während es bei den 120- und 240-Liter-Behältern zum Teil stark gestiegen sei. Das müsse sich auf die Gebühren auswirken.

Bei der Abwasserentsorgung liege das Defizit der ELW sogar bei 2,589 Millionen Euro. Auch hier müsse die Gebühr die Kosten decken, was zur ersten Erhöhung der Schmutzwassergebühr seit dem Jahr 2004 führe. Laut ELW-Sprecher Frank Fischer sei das Defizit auf höhere Energie- und Lohnkosten zurückzuführen.

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