Wiesbaden

Monitoring zur Migration

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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Aktuelle Zahlen zeigen Fortschritte und Defizite bei der Integration in Wiesbaden und weisen Handlungsbedarfe aus.

Mit dem „Monitoring zur Integration von Migranten“ begleitet das Amt für Statistik und Stadtforschung seit vielen Jahren den Integrationsprozess in Wiesbaden. Verschiedene Kennzahlen erheben dabei den aktuellen Stand der Integration, zeigen Fortschritte und Defizite und damit einen möglichen Handlungsbedarf.

Aus dem nun erschienenen Bericht geht laut Stadt hervor, dass die rechtliche Integration der in Wiesbaden lebenden Ausländerinnen und Ausländer weit fortgeschritten ist: 72 Prozent verfügen über einen abgesicherten Aufenthaltsstatus, 46 Prozent erfüllen die aufenthaltsrechtlichen Voraussetzungen für eine Einbürgerung.

Der Bericht

Der „Bericht 2020“ kann unter www.wiesbaden.de/statistik im Bereich „Monitoringsysteme“ heruntergeladen werden.

Ein Drittel der ausländischen Bevölkerung Wiesbadens lebt bereits 20 Jahre und länger in Deutschland.

Nahezu ein Viertel aber (23,3 Prozent) hat eine Aufenthaltsdauer unter vier Jahren; diese beim Ankommen in Wiesbaden zu unterstützen, werde einer der Schwerpunkte im zukünftigen kommunalen Integrationskonzept für die Jahre 2021 bis 2025 sein, heißt es weiter.

Auch bei der Integration in Bildung kann Positives vermeldet werden: Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund, die einen Kindergarten ausreichend lange besucht haben, liegt bei 92 Prozent. Der Wert bei Kindern, die ein Gymnasium besuchen, liegt bei 32 Prozent – aktuell ein Rekordwert.

Die Bilanz zur Integration in den Arbeitsmarkt fällt dagegen gemischt aus: So hat sich die Erwerbsbeteiligung erhöht, vor allem bei den Frauen. Gleichwohl unterscheidet sich die Qualifikation zwischen ausländischen und deutschen Arbeitnehmern nach wie vor.

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