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Mörderische Spannung

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Von: Ute Fiedler

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Die Schrifstellerin Andrea Maria Schenkel recherchierte in Wiesbaden für ihren neuen Krimi.
Die Schrifstellerin Andrea Maria Schenkel recherchierte in Wiesbaden für ihren neuen Krimi. © dpa

Der diesjährige Wiesbadener Krimiherbst bietet Lesungen, Workshops, Theater und ganz viel Spannung - vor allem, weil die Autorin Andrea Maria Schenkel ihren neuen Roman vorstellen wird.

Vier Wochen lang war Schriftstellerin Andrea Maria Schenkel („Tannöd“) im Frühjahr in der Landeshauptstadt zu Gast. Die Krimistipendiatin recherchierte akribisch für einen neuen Kurzkrimi, den sie im Zuge des Stipendiums schrieb. Welcher Wiesbadener Kriminalfall sie dabei inspirierte, ist bislang noch geheim. Vorgestellt wird der Krimi am 14. November – im Rahmen des diesjährigen Krimiherbstes.

Seit zehn Jahren veranstalten das Literaturhaus Villa Clementine und zahlreiche Kultureinrichtungen und -initiativen das kleine, feine Festival für die Fans von Mord und Totschlag. In diesem Jahr gibt es vom 1. November bis zum 8. Dezember 16 Veranstaltungen: Workshops, Theater, Krimi-Dinner und natürlich Lesungen – nicht nur am Abend sondern auch in der Mittagspause, wenn Bettina Römer, Iris Atzwanger und Armin Nufer während des Essens in der Villa Clementine spannende Geschichten präsentieren.

Namhafte Autoren

Entwickelt hat sich der Krimiherbst aus dem Frauenkrimipreis, der heute nicht mehr vergeben wird. „Wir haben festgestellt, dass es in Wiesbaden viele Einrichtungen gibt, die sich mit dem Genre Krimi beschäftigen“, sagt Susanne Lewalter, Leiterin des Wiesbadener Literaturhauses. Gemeinsam entschied man, ein Festival auf die Beine zu stellen, das unter Federführung des Kulturamts veranstaltet wird – seit zehn Jahren und mit mörderischer Spannung.

Dass das Festival sich über die Grenzen der Landeshauptstadt über die Jahre einen Namen gemacht hat, beweist auch die Liste der Autoren, die ihre Bücher präsentieren. Neben Andrea Maria Schenkel liest zum Beispiel auch der ausgezeichnete Schriftsteller Jörg Maurer, der seinen Kult-Ermittler Hubertus Jennerwein in „Unterholz“ auf die Fährte einer Äbtissin schickt, die als Auftragskillerin ihre Widersacher ins Jenseits befördern soll. Und auch bei Sabine Trinkaus wird es kriminell, dann, als in „Schnapsdrosseln“ Johann Brettschneider mit Dackel Pollux eine Leiche am Bachufer entdeckt.

Bis 8. Dezember

Nicht um Leichen, sondern um eine gestohlene Skulptur geht es im Frauenmuseum Wiesbaden. Am 24. November bietet das Museum in Kooperation mit dem Kulturamt Detektiv-Führungen für Kinder von fünf bis acht Jahren an, die spannende Abenteuer erleben. „Damit nicht nur die Erwachsenen etwas vom Krimiherbst haben“, sagt Lewalter.

Der Krimiherbst endet am 8. Dezember mit einer Ring-Lesung, die von Wiesbadener Krimiautoren gehalten wird. Sie zeigen, dass die Landeshauptstadt mörderisch gut sein kann.

Das komplette Programm ist in den Flyern zu sehen, die in allen bekannten Kultureinrichtungen und Buchhandlungen ausliegen.

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