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GWW macht ihren eigenen Strom

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Von: Arne Löffel

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Die Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft Wiesbaden (GWW) zieht nach zehn Jahren Zwischenbilanz beim Energiespar-Projekt. Die energetischen Sanierungen kämen letztendlich auch dem Geldbeutel der Mieterinnen und Mieter zugute.

Die Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft Wiesbaden (GWW) folgt seit zehn Jahren einem eigens aufgelegten Plan, um bei den von der GWW gebauten und vermieteten Wohnungen möglichst viel Energie einzusparen. Kernstück des Programms ist die energetische Sanierung der 13 000 Bestandswohnungen, wie GWW-Geschäftsführer Hermann Kremer erklärt.

Dieses Programm zeige Wirkung. Durch die Sanierung sei der Kohlendioxid-Ausstoß der Stadt um 35 000 Tonnen reduziert worden. 4000 Wohnungen seien bereits saniert, im Schnitt kämen jedes Jahr 300 dazu, was sich die GWW jedes Jahr 15 Millionen Euro kosten lasse.

All das ist laut Kremer Teil eines großen Klimaschutz-Plans: Die Bundesregierung wolle den gesamten CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent reduzieren und fordere daher von den Wohnbaugesellschaften eine Sanierungsquote von zwei Prozent pro Jahr. Mit drei Prozent liege die GWW deutlich über der geforderten Quote, so Kremer nicht ohne Stolz.

Die energetischen Sanierungen kämen letztendlich auch dem Geldbeutel der Mieterinnen und Mieter zugute. Die meisten alten Wohnungen hätten einen jährlichen Energiebedarf von 200 bis 300 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Die GWW werte derzeit mit einer groß angelegten Studie aus, wie viel Energie die sanierten Wohnungen im Schnitt verbrauchen, die Studie soll im Frühjahr fertig sein.

Solar auf dem Dach

Seit dem Jahr 2014 ist die GWW auch ins Geschäft mit dem selbst erzeugten Strom eingestiegen und hat laut Kremer auf ausgewählten und besonders geeigneten Dächern der eigenen Häuser insgesamt 1900 Solarmodule installiert. 457 000 Kilowattstunden Strom seien bereits erzeugt worden, berichtet Mitgeschäftsführer Stefan Storz. Der erzeugte Strom diene unter anderem dazu, den Elektroauto-Fuhrpark der GWW zu betanken, wofür auch eine eigene Zapfsäule am GWW-Stammsitz in Wiesbaden eingerichtet wurde.

Um weitere Potenziale auszuloten, beteiligt sich die GWW nun am Ökoprofit-Programm. Mit Experten wird hier laut Storz ein Plan erarbeitet, der Ökologie, Ökonomie und Soziales in Einklang bringt. Das diene nicht nur dem internen Klima und dem Klima der Stadt, sondern habe auch den Nebeneffekt, dass in Zusammenarbeit mit Experten der Energie- und Materialverbrauch sowie die Betriebskosten der GWW optimiert werden.

Die GWW sieht sich laut Storz auf einem guten Weg, es gebe aber immer etwas, das verbessert werden könne. Die Umweltberatung mit Ökoprofit soll im Frühjahr abgeschlossen sein. „Dann werden wir uns der Prüfung durch eine Fachkommission stellen“, kündigen die GWW-Geschäftsführer an.

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