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Wiesbaden

Luftmessungen an Ringkirche verteidigt

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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Das Umweltministerium bestätigt, dass die Luftmessstation an der Ringkirche näher an der Kreuzung steht als erlaubt.

Die Luftmessstation an der Ringkirche steht tatsächlich näher an der Straßenkreuzung, als die rechtlichen Vorgaben dies vorsehen. In diesem Punkt habe die AfD in der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung recht. Aber ihre Schlussfolgerungen seien falsch: Die erhobenen Messwerte ergäben kein verfälschtes Bild der Luftqualität in der Innenstadt und die Messergebnisse seien durchaus aussagekräftig, teilt das Umweltministerium auf FR-Anfrage mit.

Die Messstation Ringkirche war 1991 als eine der ersten verkehrsbezogenen Stationen in Hessen aufgestellt worden. Die Vorgaben zum Abstand zur Straße seien aber erst 2008 in Kraft getreten, so die Sprecherin. Der Standort in der Schiersteiner Straße, der 2009 in Betrieb ging, entspreche daher den rechtlichen Vorgaben. Die Messungen an der Ringkirche seien jedoch beibehalten worden, um die Vergleichbarkeit langer Messreihen zu gewährleisten. Zudem, so das Umweltministerium müssten verkehrsbezogene Messdaten gar nicht, wie von der AfD behauptet, repräsentativ sein, sondern sollten durchaus dort erhoben werden, wo die Luft am schlechtesten sei.

Da die Standorte der beiden Messstellen eng beieinander liegen und die Ergebnisse in etwa gleich ausfallen, handele es sich auch um keine „falschen Werte“, so das Umweltministerium. Die AfD war der Auffassung, die Stadt bestrafe sich selbst, weil sie Daten, die auf falscher Grundlage basierten, als offizielle Daten ausgebe.

Der Stickoxid-Jahresmittelwert 2017 an der Schiersteiner Straße liege bei 50,0 und der an der Ringkirche bei 48,9 Mikrogramm pro Kubikmeter. Beide lägen weit über dem gesetzlichen Grenzwert von 40 Mikrogramm. Die Klage der Deutschen Umwelthilfe vor dem Landesverwaltungsgericht, die Landeshauptstadt tue nicht genug für saubere Luft, sei somit berechtigt.      

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