Rhön-Klinikum

Linke und Piraten fordern Rückabwicklung

Goßmann bewertet Angebot von Fresenius an Rhön-Klinikum hingegen zurückhaltend

Die Nachricht, dass der Fresenius-Konzern die Rhön Klinikum AG schlucken will, erhitzt auch in Wiesbaden die Gemüter. Schließlich hat die Stadt gerade erst 49 Prozent der Anteile der Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) an Rhön verkauft. Die Frage, was mit den Kliniken passieren wird, wenn der Bad Neustädter Konzern geschluckt wird, treibt jetzt viele um.

Das Pikante an der neuen Entwicklung: Auch Helios, ein Tochter-Konzern von Fresenius, hatte ein Angebot zum Teilkauf der HSK vorgelegt. Das war laut Bürgermeister und Klinikdezernent Arno Goßmann (SPD) zwar gut, aber Rhön hatte ein besseres unterbreitet.

Goßmann und der Vorsitzende der CDU-Rathausfraktion, Bernhard Lorenz, bewerten die Übernahmepläne zurückhaltend. Der Vertrag mit Rhön gelte weiter. „An unseren Vereinbarungen ändert sich nichts, auch wenn Fresenius Rhön übernimmt“, sagt Goßmann. Außerdem müssten das Votum der Rhön-Aktionäre sowie die kartellrechtliche Prüfung abgewartet werden.

Die Rathausfraktion der Linken und Piraten fordert hingegen, die HSK-Privatisierung sofort rückabzuwickeln, da Helios damals den Zuschlag für die einst kommunale Klinik nicht erhalten hatte. Helios sei immer wieder scharf kritisiert worden, da Beschäftigte in Tochterunternehmen mit starken Lohneinbußen ausgegliedert worden seien. Wenn man die Beschäftigungsverhältnisse der HSK-Mitarbeiter sichern wolle, müsse jetzt die Reißleine gezogen werden. (uf.)

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