Die 2. Liga bleibt das Ziel

  • Ute Fiedler
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Trotz einer schlechten Saison liebäugelt der SV Wehen Wiesbaden mit einem neuen Stadion

Ein Punkt fehlt dem SV Wehen Wiesbaden, dann bleiben die Fußballer aus eigener Kraft in der 3. Liga. Wenn nicht, müssen sie auf die Ergebnisse der anderen Vereine hoffen. Zufrieden sind die Spieler mit dieser Saison nicht, denn eigentlich wollten sie den Sprung in die 2. Bundesliga schaffen und die Brita-Arena sollte ausgebaut werden. Mehr Zuschauer sollten ihre Mannschaft anfeuern, derzeit sind es pro Heimspieltag zwischen 3000 und 3500.

Daraus wird vorerst nichts. Doch die ehrgeizigen Pläne sind laut Stadiongeschäftsführer Christian Seiffert noch längst nicht vom Tisch. Sie liegen wohlbehütet in der Schreibtischschublade. Und werden weiter vorangetrieben, denn an dem Ziel Aufstieg werde mit aller Kraft gearbeitet. „Es ist ja nicht so, dass wir erst aufsteigen können und uns dann Gedanken machen, wie es weitergeht. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat genaue Vorstellungen, wie ein Stadion eines Zweitbundesligisten auszusehen hat.“

Nutzungsvertrag läuft aus

An zwei Punkten hapert es bei der Brita-Arena: Es mangelt an Zuschauerplätzen, und die medientechnischen Anforderungen sind nicht erfüllt. Die Zuschauerkapazität muss von derzeit 12500 Plätzen auf mindestens 15000 erweitert werden. Um eine einwandfreie Übertragung ermöglichen zu können, müssen auf der Südtribüne Stützen für das Tragwerk des Daches entfernt und dieses anders gestaltet werden. 10 bis 15 Millionen Euro soll dieser Umbau kosten, der dann beginnen soll, wenn der Aufstieg geschafft ist. Um vorbereitet zu sein, soll demnächst der Bebauungsplan geändert werden, das Baurecht will der Verein Anfang 2013 in der Tasche haben.

Dass der Nutzungsvertrag, den die Stadionbetriebsgesellschaft mit der Stadt hat, am 31. Juni dieses Jahre ausläuft, beunruhigt Seiffert nicht. Er geht davon aus, dass der Vertrag ohne Beanstandungen verlängert wird – auch, wenn der Verein in die Regionalliga absteigen sollte. „Davon ist aber nicht auszugehen. Wir spielen am Samstag gegen Jena, die auf dem vorletzten Tabellenplatz sind, und am 5. Mai gegen Babelsberg, die auf Platz 17 stehen.“

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