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Lesselallee wird gesperrt

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Die Kastanien sollen ersetzt werden.
Die Kastanien sollen ersetzt werden. © Michael Schick

Der Zustand der Kastanien in der Lesselallee hat sich weiter verschlechtert. Weil einige Bäume umzustürzen drohen, sollen sie ersetzt werden.

Seit langem ist bekannt, dass die etwa 70 Kastanien in der Lesselallee auf der Maaraue von einem Pilz befallen sind. Nun hat sich laut einem Gutachten der Zustand so sehr verschlechtert, dass die Kastanienallee von sofort an gesperrt werden muss.

Das Ordnungsdezernat berichtet, dass ein hartnäckiger Wurzelpilz die Bäume instabil werden ließ. So instabil, dass vor allem während der Sommermonate, wenn die Äste dicht belaubt sind, bei Sturm die akute Gefahr bestehe, von einem herabfallenden Ast oder einem umkippenden Baum verletzt oder gar getötet zu werden. Zwar könnte man die gefährlichen Äste entfernen. Doch dadurch würden die Baumkronen windanfälliger und bereits geschwächte Bäume noch weiter geschwächt. Die Sicherheit von Spaziergängern und Radfahrern sei nicht mehr zu gewährleisten.

Perspektivisch müssten alle Bäume der Allee gefällt werden, ganz akut betroffen sind laut Ordnungsdezernat im Moment etwa zwei Drittel des Baumbestands. Wegen der Brut- und Setzzeit können die Mitarbeiter des Umwelt- und Grünflächenamts aber nicht sofort die Sägen brummen lassen. Ein möglicher Termin für die ersten Eingriffe sei daher der Herbst.

Bereits im April 2013 hatte das Grünflächenamt ein Konzept zur Erneuerung der Allee vorgestellt. Der Alleecharakter lasse sich für kommende Generationen nur erhalten, „wenn an dem durch regelmäßige Überflutungen gekennzeichneten Standort angepasste Bäume verwendet werden“. Deshalb sollen die Kastanien durch Flatterulmen ersetzt werden.

Der Ortsbeirat Kostheim hatte einer Erneuerung der Kastanienallee bereits zugestimmt und wurde gestern über die nächsten Schritte informiert. Termin für die Aufforstung mit Ulmen sei im Frühjahr kommenden Jahres. Da es in der Vergangenheit immer wieder Ärger mit Naturschützern gegeben hatte, die die Allee erhalten wollen und eine Petition sowie ein Bürgerbegehren gestartet hatten, hat die Stadt auch das hessische Umweltministerium ins Boot geholt.

„Gegen die Verfahrensweise der Stadt bestehen angesichts der zugrunde liegenden Gutachten keine Bedenken. Sofern auch für die nächsten Generationen die Alleenstruktur dauerhaft erhalten bleiben soll, wird eine Standort angepasste Neugestaltung nicht zu vermeiden sein“, zitiert Franz aus dem Antwortschreiben des Ministeriums. uf, alö

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