Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wiesbaden

Landesbehörden in Wiesbaden ziehen um

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
    schließen

In Wiesbaden sollen Polizei und Straßenplaner in das Gebäude am Schiersteiner Berg ziehen. Die Übergabe ist für 2023 geplant.

Seit über zwei Jahren stehen das Gebäude des früheren Sozialministeriums und das Kantinengebäude des Behördenzentrums Schiersteiner Berg leer. Jetzt kommt Bewegung auf das Gelände. Anfang Februar soll es sich in eine Baustelle verwandeln. Der Eigentümer OFB Projektentwicklungsgesellschaft beginnt mit vorbereitenden Arbeiten für den Abriss der beiden Gebäude.

Der Abriss bedeutet nicht nur das Ende der Immobilie aus den 1970ern. Das Land muss dann für den Leerstand auch keine Miete mehr zahlen. Das frühere Sozialministerium gehört zu den 50 Landesliegenschaften, die die damalige von Roland Koch (CDU geführte Landesregierung zwischen 2004 bis 2006 verkauft und für 30 Jahre zurückgemietet hatte. Er sei erfreut, dass „endlich die doppelten Mietzahlungen des Landes enden, was längst überfällig ist“, teilt der finanzpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Marius Weiß, mit. 4,1 Millionen Euro jährlich zahlte das Land für die Liegenschaft - obwohl sie wegen des großen Sanierungsbedarfs nicht genutzt werden konnte und das Sozialministerium 2018 in die Sonnenberger Straße gezogen war.

Statt der beiden Bauten soll ein Neubau als Teil des existierenden Behördenzentrums entstehen. Einziehen soll das Landeskriminalamt (LKA) und das Straßen- und Verkehrsmanagement des Landes, Hessen Mobil. Das Land beabsichtigt, den Neubau für anfänglich 738 000 Euro im Jahr zu mieten. Das entspricht 19,88 Euro pro Quadratmeter. Der Mietvertrag soll über fast 30 Jahre laufen. Die Übergabe ist für 2023 geplant.

Der Umzug ermöglicht es dem LKA, seine über die Stadt verteilten Standorte zusammenziehen und den nahe gelegenen Hauptsitz am Schiersteiner Berg auszubauen. 400 Arbeitsplätze wolle das LKA im Neubau einrichten, teilt Innenminister Peter Beuth (CDU) mit. Auch Hessen Mobil ist derzeit noch in zwei Gebäuden untergebracht. Die Verkehrsbehörde soll mit ihrem Hauptsitz und der Außenstelle Wiesbaden dort einziehen. Die Mietverträge der jetzigen Standorte laufen 2023 und 2024 aus. Insgesamt soll der 14-geschossige Neubau auf rund 31 000 Quadratmetern Büro- und Kantinenfläche für 1000 Arbeitsplätze bieten.

Laut internationalem Immobiliendienstleister Paribas Real Estate BNP, den das Land mit einer Beurteilung beauftragt hatte, ist diese Lösung wirtschaftlich für das Land. Laut hessischem Finanzministerium könnten die Landesdienststellen untergebracht werden. Die Sanierung der „nicht mehr zeitgemäßen Gebäude“ hätte sich nicht gelohnt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare