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„Land für Verkehrschaos in Wiesbaden verantwortlich“

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Von: Madeleine Reckmann

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So geordnet wie hier ist es am Donnerstag nicht zugegangen. Autos und Busse standen lange im Stau.
So geordnet wie hier ist es am Donnerstag nicht zugegangen. Autos und Busse standen lange im Stau. © Renate Hoyer

Grünen-Dezernent Kowol reagiert auf Anschuldigung der CDU: Kein Einfluss auf G7-Planung. Die Lage hat sich am Freitag deutlich beruhigt.

Anders als am Donnerstag hat sich am Freitag die Verkehrslage in der Wiesbadener Innenstadt entspannt. Die Linienbusse des Mobilitätsunternehmens Eswe-Verkehr haben wegen des G7-Gipfels gestern nicht mehr so lange im Stau gestanden wie am Vortag.

„Heute lief die Kommunikation mit der Polizei besser und die Sicherheitsbehörden haben die Strategie geändert“, sagt Eswe-Sprecher Micha Spannaus am Freitag. Die Straßen seien in kürzeren Intervallen gesperrt worden, so dass der Verkehr zwischendurch rollen konnte. Die Teilnehmer:innen des G7-Treffens im Kloster Eberbach in Eltville übernachteten in einem Wiesbadener Hotel. Morgens waren einige Straßen wie die Wilhelmstraße und die Biebricher Allee gesperrt worden, damit die Politiker:innen in Kolonnen in den Rheingau gebracht werden konnten.

Die Sperrungen führten am Donnerstag zum Verkehrskollaps. Die Busse hatten bis zu 90 Minuten Verspätung. „Es war unglücklich, dass die Sicherheitsbehörden im Vorfeld nicht das Gespräch mit uns als Mobilitätsdienstleister gesucht haben“, sagt Spannaus. Eswe sei weder über den Ort, die Dauer und den Zeitpunkt der Sperrungen informiert worden. Er regte an, dass das Mobilitätsunternehmen bei der Verkehrsplanung mit am Tisch sitzen solle. Die Polizei teilte auf Anfrage jedoch mit, dass sie im Vorfeld in ständigem Austausch mit der Stadt gewesen sei.

Die CDU macht Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne) für die Misere verantwortlich. Er habe es versäumt, den ÖPNV-Dienstleister über den Austausch mit der Polizei zu informieren, schreibt Stadtverordneter Marc Dahlen. Das Verkehrsdezernat entgegnet auf Nachfrage, dass die Stadt zwar bei der Vorbereitung eingebunden gewesen sei, jedoch keinen Einfluss auf die grundsätzliche Planung und Durchführung gehabt habe. Die Verantwortung einschließlich der für den Verkehr habe bei der Landesregierung und dem Bund gelegen, weil die Sicherheit für die G7-Teilnehmer:innen bei den Sicherheitsbehörden liege. Die Polizisten der kommunalen Verkehrspolizei hätten die Weisungen direkt von der Landespolizei entgegengenommen.

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