Kundgebung für Inklusion

Gewerkschaft, Schüler und Eltern sammeln Unterschriften

Unter dem Motto „Inklusion ohne Wenn und Aber“ rufen die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie der Stadtschülerbeirat und der Stadtelternbeirat gemeinsam mit dem Verein Pepino zu einer Aktionsveranstaltung mit Kundgebung auf dem Schlossplatz auf.

Am Freitag, 3. Februar, sind ab 11.30 Uhr Info-Stände, eine Luftballon-Aktion sowie Reden von Betroffenen wie Lehrern, Eltern und Schülern geplant. Außerdem wird die Schülerband „Bodelrocker“ der Bodelschwingh-Schule auftreten, teilt Christina Gerhardt vom Organisationsteam der GEW mit.

Während der Demonstration sollen auf dem Schlossplatz Unterschriften gesammelt werden, die als Postkarte an Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) adressiert sind.

Kritik von Lehrern

Hintergrund der Kundgebung ist die nicht vorankommende Inklusion von behinderten Schülern an den Regelschulen. Auch der Gesamtpersonalrat hatte Henzlers Entwurf für eine Verordnung zur Inklusion in zwei offenen Briefen bereits kritisiert. Die Lehrer fordern, dass die Inklusionsklassen deutlich kleiner als von Henzler geplant ausfallen und zudem mit zwei Lehrern besetzt werden müssten. Zudem sollten höchstens drei Kinder mit Förderbedarf in einer Klasse sitzen.

Auch der Arbeitskreis Inklusion Wiesbaden und die Elterninitiative „Gemeinsam lernen in Wiesbaden“ beklagen seit Monaten, dass Inklusion ohne mehr Lehrerstellen unmöglich sei.

Seit März 2009 ist die UN-Konvention für Rechte von Menschen mit Behinderung auch in Deutschland geltendes Recht. Beeinträchtigte Kinder haben demnach einen Anspruch auf den Besuch einer Regelschule – doch in der Realität scheitert der Schulwechsel mangels Personal. (byb)

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