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Wiesbaden Kulturentwicklungsplan

Kulturentwicklungsplan nötig

  • Arne Löffel
    vonArne Löffel
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Wiesbaden soll einen Kulturentwicklungsplan bekommen. Externe Experten sollen dazu gehört werden. Der Antrag der Grünen auch gleich eine Arbeitsgruppe einzurichten, wurde abgelehnt.

Die Notwendigkeit eines Kulturentwicklungsplans hat in der Stadt eine breite politische wie bürgerliche Mehrheit gefunden. Unstimmigkeiten gab es aber im jüngsten Kulturausschuss am Donnerstagabend darüber, wie die Stadt zu diesem Kulturentwicklungsplan kommen kann.

Schon in seiner Sitzung vom 4. Dezember vergangenes Jahr hatte der Ausschuss für Schule und Kultur beschlossen, externe Experten einzuladen, um von deren Erfahrung bei der Kulturentwicklung zu profitieren. Die Experten sollten eigentlich bereits in der Sitzung des Ausschusses benannt werden. Über diese Experten-Anhörung hinaus wünschen sich die Grünen aber eine Arbeitsgruppe, die sich möglichst bald zusammenfindet, um über die weiteren Schritte zum Kulturentwicklungsplan zu diskutieren.

In einem entsprechenden Antrag formulierte die kulturpolitische Sprecherin der Grünen, Dorothea Angor, ihre Vorstellungen über die Beschaffenheit der Gruppe: „Ihr sollen Experten angehören, die mit den spezifischen Gegebenheiten der Wiesbadener Kulturlandschaft vertraut sind. Als Teilnehmer bieten sich hierzu Vertreter des Kulturdezernats, des Kulturamts, der Stadtverordnetenfraktionen, des Ausschusses für Kulturwirtschaft in der IHK Wiesbaden sowie des Arbeitskreises Stadtkultur an. Die Arbeitsgruppe sollte überdies offen sein für nicht-organisierte Kulturschaffende“, schreibt Angor.

Offene Diskussionsgruppe

Der Antrag forderte den Magistrat dazu auf, „unverzüglich“ eine entsprechende Arbeitsgruppe zu bilden. Allerdings scheiterte er an der Stimmenmehrheit von CDU und SPD. Die kulturpolitische Sprecherin der CDU, Claudia Spruch, erklärte für ihre Fraktion, dass der im Dezember eingeschlagene Weg richtig sei.

„Lassen Sie uns erst von den Erfahrungen anderer Kommunen profitieren, ehe wir die nächsten Schritte gehen. Wir müssen das Rad nicht immer wieder neu erfinden“, so Spruch. Einen Kulturentwicklungsplan zu erstellen, brauche ohnehin eine gewisse Zeit: laut Spruch in anderen Kommunen zwischen zweieinhalb und fünf Jahren, je nach Grad der Bürgerbeteiligung. Je mehr die Bürger mitreden dürfen, desto länger dauere es erfahrungsgemäß.

Angors Argument, dass es ein wichtiges Signal für die Kulturszene der Landeshauptstadt wäre, unverzüglich und unter Mitwirkung einer möglichst breiten Öffentlichkeit ans Werk zu gehen, fand kein Gehör.

Eher zufällig schaffte es ein Grünen-Antrag durch den Ausschuss: Zur nächsten möglichen Sitzung wird der Vorsitzende des Ausschusses für Kulturwirtschaft in der IHK eingeladen, um sich über dessen Empfehlung zur Erstellung eines Kulturentwicklungsplans berichten zu lassen. Der kulturpolitische Sprecher der SPD, Hendrik Schmehl, hatte schlicht an der für ihn falschen Stelle die Hand gehoben und so dem Antrag die nötige Mehrheit verschafft.

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