Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die stillgelegte City-Passage wird zum Spielort.
+
Die stillgelegte City-Passage wird zum Spielort.

Kultur in Wiesbaden

Kultur in der City-Passage

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
    schließen

Die Wiesbaden Biennale 2018 geht in die stillgelegte City-Passage. Internationale Künstler werden dort Theater, Performance und Bildende Kunst zeigen.

Die marode City-Passage wird zum Theater, die Wartburg, Außenspielstätte des Staatstheaters, verwandelt sich in einen „Migrantenstadl“, und das ehrenwerte Staatstheater wird als Parkhaus genutzt – die Wiesbaden Biennale 2018 spielt mit den „Bad News“, den schlechten Nachrichten unserer Tage. So wie die Krisen Europas und der Welt gerade sämtliche Gewissheiten auf den Kopf zu stellen scheinen, ziehen die Kuratoren Maria Magdalena Ludewig und Martin Hammer für das Theater-Highlight die Innenstadt mal eben verkehrtherum auf. Gestern präsentierten sie das Programm. Die Kultur geht für die Zeit vom 23. August bis zum 2. September von der Wilhelmstraße auf die Schwalbacher Straße, in das „Wasteland“, das Hinterland der Stadt, wo die Armen und Migranten wohnen. Auch der Info-Point nimmt seinen Platz in der Schwalbacher Straße / Ecke Faulbrunnenstraße ein.

In der zurzeit stillgelegten City-Passage zeigen internationale Künstler Theater, Performance und Bildende Kunst. Schrill, morbid und abgründig. Die Choreografin Marlene Monteiro Freitas eröffnet die Passage mit einer dadaistischen Performance, die Geisterbeschwörung, Totentanz und Lebenssucht in einem ist. Tunay Önder und andere Künstler machen die Wartburg zur „postmigrantischen Mehrzweckhalle“ mit täglich wechselndem Programm; der selbsternannte Integrations-Alptraum Jilet Ayse, die „Ausländer mit Vergnügen“ und Rapperin Ebow treten auf. Im letzten Pornokino Wiesbadens, dem Bluebox-Kino, zeigt Erik van Lieshout seine Video-Installation „Sex is Sentimental“.

Für das hessische Staatstheater finden die Kuratoren dafür eine sinnvolle „Nachnutzung“: In der Hinterbühne können Autos parken, denn in der Stadt gebe es ja zu wenig Stellplätze, sagen sie. 30 Fahrzeuge kommen dort unter. Abends wird die Hinterbühne zum Autokino. Wer ein Date sucht, kann alleine hinfahren, die Veranstalter sorgen dafür, dass auf dem Beifahrersitz eine zweite Person Platz nimmt, kündigen sie an.

Insgesamt präsentieren 25 Künstler, Kollektive und Ensembles in der Landeshauptstadt ihre teils vor Ort entwickelten Neuproduktionen. Für die Biennale machten das Land Hessen, die Stadt Wiesbaden, der Rhein-Main-Kulturfonds und einige andere Institutionen 1,5 Millionen Euro locker, das sind 300 000 Euro mehr als für die Biennale 2016.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare