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Kritik an Radstrecke im Stadtwald

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Naturschützer und Jäger befürchten negative Auswirkungen.

Noch ist nichts offiziell, doch schon formiert sich Widerstand: Jäger und Naturschützer sind empört über die Pläne, eine Mountainbikestrecke im Wiesbadener Stadtwald einzurichten.

Ohne eine sachgerechte Prüfung, welche Auswirkungen die Strecke auf die Umwelt habe, dürfe es keinen Trail geben, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung verschiedener Naturschutzverbände und Vereine sowie des Jagdvereins Wiesbaden. Vor allem müsse die Auswirkung auf Tierarten kontrolliert werden.

Wenn eine ausgewiesene Mountainbikestrecke erst einmal existiere, würden Radtouristen aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet angelockt, die oft bis in die späten Abendstunden für Unruhe sorgten, heißt es. Außerdem werde der Wald durch die Schaffung von Rettungswegen geschädigt. Downhill-Rennen oder andere Wettkämpfe lehnen die Verbände ab. Der Mountainbike-Marathon mitten in der Brut- und Fortpflanzungszeit im Mai schädige Tier- und Pflanzenwelt schon genug.

Sportdezernent Wolfgang Gores (CDU) hatte dem Sportausschuss einen Kompromissvorschlag für eine Mountainbikestrecke vorgelegt. Nach Angaben des Vereins „Gravity Pilots“ soll die aber nur zu Trainingszwecken und von Freizeitsportlern genutzt werden. (prfs.)

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