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Wiesbaden

Kritik an Glaruskreisel

  • Ute Fiedler
    VonUte Fiedler
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Die Biebricher Ortsumgehung ist für den Verkehr geöffnet. Ob sie wirklich Entlastung bringt, ist abzuwarten. Ortsvorsteher Hahn kritisiert den Glaruskreisel als "verkehrsplanerisches Bubenstück“.

Biebrich hat eine Ortsumgehung. Seit Mittwoch ist die Glarusstraße über die Breslauer Straße an den Verkehrsknotenpunkt Mainzer und Kasteler Straße angebunden. So soll der Biebricher Ortskern entlastet werden, künftig sollen etwa 9000 Fahrzeuge – davon etwa 900 Lastwagen – pro Tag über die Glarusstraße rollen.

Im April 2013 wurde mit dem ersten Bauabschnitt des umfangreichen Projekts begonnen. Die Kosten waren mit 8,4 Millionen Euro veranschlagt, letztendlich habe die Realisierung sieben Millionen Euro gekostet. 65 Prozent der Kosten übernimmt das Land Hessen. Während sich Verkehrsdezernentin Sigrid Möricke (SPD) darüber und über die Fertigstellung freut, stimmt Biebrichs Ortsvorsteher Kuno Hahn auch kritische Töne an. Er sei zwar froh, dass die Kreuzung wieder für den Verkehr geöffnet und die „letzte große Straßenbaumaßnahme“ in Biebrich nun endlich abgeschlossen sei. „Doch der Glaruskreisel ist ein verkehrsplanerisches Bubenstück“, sagt Hahn auf Anfrage der FR.

Kleinere Arbeiten fehlen noch

Vor allem durch diesen hatten sich die Biebricher Entlastung erhofft. Doch ob es zu dieser komme, bleibe abzuwarten, sagt Hahn. Er kritisiert, dass statt des Kreisels eine Art „Halbkreisel“ realisiert worden sei. Autofahrer, die auf der Rudolf-Dyckerhoff-Straße unterwegs seien, können nicht in den Glaruskreisel einfahren, sondern müssten rechts abbiegen und wieder in Richtung Biebrich-Mitte fahren, um von dort beispielsweise auf die Autobahn zu gelangen. Der Ortsbeirat habe mehrfach auf diese „Fehlplanung“ hingewiesen. „Doch es hieß, dass es Alternative gebe“, sagt Hahn. „Wir können als Ortsbeirat lediglich raten, mehr können wir nicht tun.“

Nach Angaben der Stadtverwaltung ist der Neubau der Glarusstraße die größte Einzelmaßnahme des Gesamtplans, der im Zuge des Bundesprogramms „Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf“, Soziale Stadt Biebrich Südost, entwickelt und im Bebauungsplan „Grünzug Industriepark“ verankert wurde. Dazu gehörten neben dem Bau der Glarusstraße auch die Realisierung eines Grünzuges auf den Flächen von InfraServ, die Aufwertung des Biebricher Rheinufers, die Stärkung der sozialen Infrastruktur und die Entflechtung von Industrie und Wohnen sowie die damit verbundenen Entlastung des Ortskerns von Verkehr.

Noch sind Klebe- und Markierungsarbeiten zu leisten, die laut Möricke nach dem Frost erfolgen. Ebenfalls im Frühjahr sollen auch die restlichen 21 Bäume gepflanzt werden.

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