Wiesbaden

Kritik an geplanter Preiserhöhung für Bäder in Wiesbaden

Der städtische Eigenbetrieb Mattiaqua hat angekündigt, die Preise in den Schwimmbädern und Thermen der Stadt deutlich zu erhöhen. Die Linke und die Bäderinitiave kritisieren die Pläne.

Nachdem die Stadt angekündigt hat, dass der Eintritt in Wiesbadens Schwimmbäder und Thermen deutlich teurer werden soll, wird Kritik laut. Die Bäderinitiative beklagt eine Mehrbelastung für die Vereine. Die Rathausfraktion Linke und Piraten weist in einer Mitteilung auf die gesundheits-, sport- und sozialpolitische Bedeutung der städtischen Bäder hin. Mit Blick darauf seien die Gebührenerhöhungen kontraproduktiv.

Erhöhungen seien nicht zwingend. „Allein der politische Wille entscheidet über die Gestaltung der Gebühren“, sagt die sportpolitische Sprecherin der Fraktion, Brigitte Forßbohm. Sie und ihre Fraktionskollegen befürchten, dass die neue Gebührenordnung, sollte sie so verabschiedet werden, auch wirtschaftlich ein Flop werden könnte, wenn Besucher in kostengünstigere Bäder der Umgebung wechseln oder das Schwimmen aufgeben.

Es stimme nicht, dass die Wiesbadener Gebühren im Verhältnis zu den Bädern der Region zu günstig seien. Beispielsweise werde nicht berücksichtigt, dass die Stadt Frankfurt für Kinder bis 14 Jahre freien Eintritt gewährt. Vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl von Kindern, die nicht schwimmen könnten, fordern Linke und Piraten, dass Kindern auch in Wiesbaden freier Eintritt gewährt wird.

Die Bäderinitiative und deren Sprecher Gerhard Strauch üben zudem Kritik am Vorgehen der Stadt. „Wenn es bereits eine Sitzungsvorlage für die städtischen Gremien gibt, ist der Käs‘ im Wesentlichen bereits gegessen“, heißt es in einer Stellungnahme. „Warum wird so etwas nicht bekannt gemacht, damit die Ergebnisse geprüft und hinterfragt werden können?“ Nach Ansicht der Initiative besteht Nachbearbeitungsbedarf.

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