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Kritik an Aufruf des Dekans

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Von: Ute Fiedler

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Auch die Kirche kürze im Sozialbereich, sagt der Leiter des evangelischen CDU-Arbeitskreises. In einem offenen Brief hat Christian Hepp die Haltung der Kirchen kritisiert.

In einem offenen Brief hat Christian Hepp, Leiter Sonderorganisation des evangelischen Arbeitskreises der CDU, die Haltung der Kirchen in der aktuellen Spardebatte kritisiert.

Der evangelische Dekan Martin Mencke hatte dazu aufgerufen, sich an der Demonstration vom Freitag gegen die Kürzungen im Sozialbereich zu beteiligen. Die Kürzungsvorschläge schnitten zum Teil erheblich in gewachsene Strukturen ein, „die wesentlich zur sozialen Qualität unserer Stadt und dem sozialen Frieden beitragen“, schrieb Mencke.

Zu diesem Aufruf wolle er nicht schweigen, schrieb Hepp daraufhin am Freitagnachmittag. „Jesus Christus hat uns aufgetragen: Liebt Gott und eure Nächsten, so erfüllt ihr das Gesetz. Was aber tut unsere Kirche in dieser Zeit“, fragte er. Die Kirche unterwerfe sich selbst jährlich Kürzungsrunden, die das diakonische und soziale Miteinander immer weiter erschwerten. Er sei enttäuscht, schrieb Hepp. An Zuschüssen spare die Stadt nicht. Man sei auf eine höhere finanzielle Unterstützung durch Bund und Land angewiesen. „Wo soll die Stadt denn Geld sparen? Wer darauf keine Antwort geben kann, handelt unredlich, wenn er gegen ,Kürzungen‘ protestiert, und das im Namen des Herrn“, kritisierte Hepp.

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