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Krimi-Festival nach zwei Jahren Pause wieder in Wiesbaden

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Von: Meike Kolodziejczyk

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„Frau Schrödingers Katze“ konkurriert mit neun anderen Filmen um den Deutschen Fernsehkrimi-Preis.
„Frau Schrödingers Katze“ konkurriert mit neun anderen Filmen um den Deutschen Fernsehkrimi-Preis. © BR/Geissendoerfer Pictures/Hendr

Die Caligari-Filmbühne öffnet wieder ihre Pforten für das Deutsche Fernsehkrimi-Festival und zeigt vom 8. bis 15. Mai die besten TV-Produktionen der vergangenen Jahre.

Am Anfang des Trailers stromert eine rotgetigerte Katze durchs Bild. Pandora ist ihr Name, erfährt man bald, doch was hat sie mit einem tödlichen Fahrerfluchtunfall zu tun? Welche Rolle spielen die Schmalspurganoven, die hinter dem Vermögen der alten Dame her sind, die Pandora als vermisst gemeldet hat? Ist alles Zufall oder „alles mit allem verbunden“, wie es Werner Heisenbergs Quantenmechanik besagt? Nach Antworten auf derlei Fragen fahndet der Münchner „Polizeiruf 110“ mit dem Titel „Frau Schrödingers Katze“. Er steht mit neun anderen Filmen im Wettbewerb um den Deutschen Fernsehkrimi-Preis, dem Herzstück des Deutschen Fernsehkrimi-Festivals.

Dessen 18. Ausgabe wird vom 8. bis 15. Mai in Wiesbaden gefeiert, nach zwei Jahren Pandemie endlich wieder live in der historischen Caligari-Filmbühne. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, in diesen unruhigen Zeiten Kultur wieder als Gemeinschaftserlebnis im Kino für Filmschaffende und Publikum vor Ort erlebbar zu machen“, sagt Axel Imholz, Kulturdezernent der Landeshauptstadt (SPD), bei der Vorstellung des Programms. Das Festival, das in „normalen“ Jahren etwa 4000 Gäste nach Wiesbaden lockt, wird seit 2005 veranstaltet, um „dem Fernsehkrimi eine Plattform zu geben, die seinem Erfolg und Gesellschaftsbezug gerecht wird“, heißt es auf der Homepage. So soll es auch 2022 wieder sein.

Das Festival

Die 18. Ausgabe des Deutschen Fernsehkrimi-Festivals läuft vom 8. bis 15. Mai in der Caligari Filmbühne, Marktplatz 9, in Wiesbaden. Neben dem Wettbewerb um den Deutschen Fernseh-Krimipreis und dem Krimiserien-Wettbewerb gibt es online einen Nachwuchs-Drehbuchwettbewerb sowie einen „True-Crime-Abend“ in der Krypta der Marktkirche.

Das ganze Programm und weitere Informationen zu Tickets, Filmen oder geltenden Corona-Regeln finden sich auf der Festival-Homepage. myk

www.fernsehkrimifestival.de

Für die Jury konnten die Schauspielerin Valerie Stoll, der Schauspieler Moritz Führmann sowie die 3Sat-Redakteurin Ariane Binder und der Producer Nico Grein gewonnen werden. Viele Filmschaffende, Regisseur:innen, Drehbuchautor:innen und Schauspieler:innen haben sich zum Festival angemeldet, das traditional sonntags mit der Vergabe des Ehrenpreises für besondere Verdienste um den deutschen Fernsehkrimi beginnt.

Heuer wird die Schauspielerin Anna Schudt ausgezeichnet, die zehn Jahre die Hauptkommissarin Martina Bönisch im Dortmunder „Tatort“ spielte, bis sie Anfang 2022 ausstieg. In dieser „melancholisch-kreativen Rolle“ verkörpere Anna Schudt „eine zu Herzen gehende moderne Frau, wie sie selten im Fernsehen zu finden ist“, lautet die Begründung für den Ehrenpreis. Nach der Verleihung wird der WDR-Tatort „Hydra“ gezeigt. „Folgenschwer“ nennt sich derweil der Krimiserien-Wettbewerb, der am Montag, 9. Mai, nach der Reihe des Jahres sucht und ausgewählte Folgen zeigt. Nominiert sind fünf Produktionen, die beste kürt eine Jury von Studierenden der Film- und Medienwissenschaften aus der Rhein-Main-Region.

Am Dienstag, 10. Mai, 18 Uhr, startet der Wettbewerb um den Deutschen Fernsehkrimi-Preis mit zwei „Polizeiruf 110“-Folgen des BR: „Frau Schrödingers Katze“ und „Bis Mitternacht“. Verena Altenberger, die in beiden Krimis als Polizeioberkommissarin Elisabeth Eyckhoff ermittelt, ist zu Gast. Elf TV-Sender haben 56 Beiträge eingereicht, zehn konkurrieren nun um die Trophäe, davon mit „Hildes Erbe“ (RBB) und „An der Saale hellem Strande“ (MDR) zwei weitere „Polizeirufe“. Mit dabei sind außerdem „Vier“ und „Flammenmädchen“ aus der Landkrimi-Reihe des ORF sowie die ZDF/Arte-Koproduktionen „Alles auf Rot“ und „Gefährliche Wahrheit“.

Mit „Der Kommissar und die Eifersucht“ (ZDF) und „Am Ende der Worte“ (NDR) sind zudem zwei bisher noch nicht ausgestrahlte Filme nominiert. Verliehen wird der Preis am Freitag, 13. Mai, 20 Uhr, im Caligari, Den Abschluss des Festivals bildet schließlich die „Lange Fernsehkrimi-Nacht“. in der von Samstag, 14. Mai, 19 Uhr an noch einmal alle zehn Wettbewerbsbeiträge hintereinander laufen.

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