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Tampon-Boxen in den Toiletten der Diltheyschule.
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Tampon-Boxen in den Toiletten der Diltheyschule.

Wiesbaden

Kostenfreie Tampons und Binden an der Wiesbadener Diltheyschule

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
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Initiatoren möchten das Projekt ausweiten. Die Politik entscheidet demnächst über Unterstützung.

In jeder zweiten Kabine der Damentoilette hängen die Aufbewahrungsboxen mit den Artikeln für Menstruationshygiene. Im oberen Fach liegen Tampons, im unteren Monatsbinden. An der Tür klebt ein Hinweis mit der Bitte um verantwortungsvollen Umgang und dass Monatsblutungen im Leben von Frauen und Mädchen zum Alltag gehören.

Das Pilotprojekt für kostenfreie Menstruationsartikel beginnt im Oberstufentrakt des Wiesbadener Diltheygymnasiums. Zurzeit nur dort, denn die jüngeren Schülerinnen sind aus Corona-Infektionsschutzgründen noch im Homeschooling. Initiatorinnen und Initiatoren sind Mitglieder des Stadtschülerrats und des Jugendparlaments.

„Wir möchten Erfahrungen sammeln und haben uns für einen eigenen Weg entschieden“, berichtet Liah Kaiser, stellvertretende Vorsitzende des Jugendparlaments. Das Ziel ist, an allen Schulen entsprechende Boxen mit kostenfreien Tampons und Binden aufzustellen. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Es fehlen Geldgeber:innen, die für die Kosten aufkommen. Die 140 Euro für die Boxen und Hygieneartikel haben Kaiser und Schulsprecher Shayan Mirmoayedi, auch Vorsitzender des Stadtschülerrats, aus den Mitteln des Stadtschülerrats und des Jugendparlaments gezahlt.

„Wir möchten erreichen, dass die Menstruation entstigmatisiert wird“, erklärt Kaiser. Zudem solle so der Periodenarmut entgegengewirkt werden. Etliche Mädchen und Frauen hätten kein Geld, um sich die Artikel zu kaufen und trauten sich während der Periode nicht aus dem Haus. „Gerade jüngere Schülerinnen vergessen öfter mal was und möchten nicht fragen“, sagt Esmeralda Bayez, stellvertretende Schulsprecherin, die nur von positiven Reaktionen auf die Aktion berichtet. Es sei ungerecht, dass Frauen so viel Geld ausgeben müssten, um am Alltag teilzuhaben, und Männer nicht. Auf Antrag des Jugendparlaments wird das Projekt demnächst im Ausschuss für Schule und Kultur behandelt. Kaiser berichtet von positiven Rückmeldungen.

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