1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Wiesbaden

Kleiner König

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Wie ein kleiner König verhält sich Dezernent Detlev Bendel (CDU). Er bestimmt, wann genug gefragt ist und wann genug gesagt ist. Aber so geht’s nicht. Bendel ist kein König, sondern ein Amtsträger, und als solcher hat er eine Informationspflicht. Schließlich haben die Untertanen – pardon, Steuerzahler – ein Recht darauf zu erfahren, ob mit ihrem Geld sparsam und korrekt umgegangen wird. Das mag ja lästig und nervig sein, aber im Fall der Auftragsvergabe für die Info-Kampagne zum Neubau der Rhein-Main-Hallen verletzt Bendel seine Amtspflichten aufs Sträflichste.

Von Gaby Buschlinger

Wie ein kleiner König verhält sich Dezernent Detlev Bendel (CDU). Er bestimmt, wann genug gefragt ist und wann genug gesagt ist. Aber so geht’s nicht. Bendel ist kein König, sondern ein Amtsträger, und als solcher hat er eine Informationspflicht. Schließlich haben die Untertanen – pardon, Steuerzahler – ein Recht darauf zu erfahren, ob mit ihrem Geld sparsam und korrekt umgegangen wird. Das mag ja lästig und nervig sein, aber im Fall der Auftragsvergabe für die Info-Kampagne zum Neubau der Rhein-Main-Hallen verletzt Bendel seine Amtspflichten aufs Sträflichste.

Zudem schürt Bendel mit seinem Schweigen den Verdacht der Mauschelei. Wenn es nichts zu verbergen gibt, warum entlastet er dann nicht sich und seinen Parteifreund? Die Vermutung, Bendel könnte – wie ein kleiner König eben – den Auftrag nicht nach den Vorschriften, sondern nach persönlichen Vorlieben vergeben haben, bleibt im Raum.

Denn die Informationskampagne ist unausgewogen. Überwiegend wird in den Flyern und der Ausstellung Werbung für den von der CDU favorisierten, aber ansonsten umstrittenen Standort an der Wilhelmstraße gemacht. Selbst die SPD als Koalitionspartner scheint mit der Kampagne nicht glücklich zu sein und macht eigene Info-Abende für ihren Favoriten. Denn dass es an der Ebert-Allee zwei Bau-Varianten gibt, wird nirgends erwähnt.

Und damit steht ein weiterer Verdacht im Raum: Zahlt hier der Steuerzahler für eine Werbekampagne der CDU?

Auch interessant

Kommentare