Wiesbaden

Kerzen für die Toten

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Mit einer Gedenkstunde wird an die Pogromnacht 1938 erinnert.

Die Stadt, die Jüdische Gemeinde und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Wiesbaden laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich am Samstag, 10. November, 19 Uhr, auf dem Grundriss der Gedenkstätte an der Coulinstraße, dem Standort der ehemaligen Synagoge, zu versammeln, um an die Reichspogromnacht und die Zerstörung der Synagoge, die vor 80 Jahren durch die Nationalsozialisten in Brand gesetzt wurde, zu erinnern. Darauf weist die Stadt hin.

Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel wird für die Landeshauptstadt Wiesbaden und Jacob Gutmark für den Vorstand der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden sprechen. Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte der Carl-von-Ossietzky-Schule, der Oberstufenkurs „Jüdische Religion“ der Diltheyschule und Jugendliche des Jugendzentrums „Oz“ der Jüdischen Gemeinde gestalten das Programm.

Für die sechs Millionen Opfer der Schoah werden Gedenkkerzen angezündet. Es folgen das Kaddisch, gesprochen von Jacob Gutmark, und der Vortrag des Psalm 23 und des Gebets „El Male Rachamim“.

Zwischen dem 7. und 10. November 1938 – vor 80 Jahren – brannten in ganz Deutschland die Synagogen. Auch jene in der Wiesbadener Innenstadt und in den Vororten wurden heimgesucht, geplündert und zerstört, genauso wie viele jüdische Einrichtungen, Häuser und Geschäfte. Seit 1954 findet alljährlich am 9. November das Gedenken an die Reichspogromnacht in Wiesbaden statt, überwiegend am Michelsberg, dem Standort der 1938 zerstörten Synagoge. In diesem Jahr findet das Erinnern am 10. November statt, da der 9. November auf einen Freitag (Sabbat) fällt. diu

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