1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Wiesbaden

Kein Feuerwerk am Bowling Green

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Ute Fiedler

Kommentare

Zu den Feierlichkeiten zu „70 Jahre Hessen“ gehörte auch ein großes Feuerwerk im Kurhaus Wiesbaden.
Zu den Feierlichkeiten zu „70 Jahre Hessen“ gehörte auch ein großes Feuerwerk im Kurhaus Wiesbaden. © dpa

Damit in Wiesbaden sicher in ein neues Jahr gestartet werden kann, planen Stadt und Polizei ein neues umfangreiches Sicherheitskonzept.

Zum ersten Mal seit vielen Jahren dürfen die Wiesbadener und Wiesbadenerinnen das neue Jahr 2017 am Kurhaus nicht mit selbst gezündeten Feuerwerksraketen und Silvesterkrachern empfangen. Zudem greift ein neues Sicherheitskonzept, das die Sicherheit der Feiernden gewährleisten soll.

Wie Markus Hoffmann, Sprecher des Polizeipräsidiums Westhessen, am Dienstag auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mitteilte, wird das Bowling Green in der Nacht zum 1. Januar vor dem Wiesbadener Kurhaus für die Öffentlichkeit gesperrt sein. Dort wird im Zuge einer Silvesterparty im Kurhaus ein großes Feuerwerk gezündet – ähnlich wie bei den Feierlichkeiten zu „70 Jahre Hessen“.

Die Polizei in Wiesbaden geht davon aus, dass die Menschen aufgrund der Sperrung der Rasenfläche in den angrenzenden Bereichen wie Kolonnaden, Wilhelmstraße und Christian-Zais-Straße in diesem Jahr besonders dicht gedrängt stehen werden. Daher sollen besondere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden, teilt Hoffmann mit – damit Situationen wie beispielsweise in Köln vermieden werden. In der Millionenstadt in Nordrhein-Westfalen war es während der Nacht zum 1. Januar 2016 zu zahlreichen sexuellen Übergriffen gekommen.

Zahlreiche Zivilkräfte

Die Besucher, die am Kurhaus feiern wollen, sollen angehalten werden, auf große Rucksäcke und Taschen zu verzichten. Menschen, die Pyrotechnik bei sich tragen, sollen abgewiesen werden. „Wir werden die Leute zudem stichprobenartig kontrollieren.“

Zudem sollen laut Hoffmann in dem Bereich am Kurhaus beleuchtete Hotspots eingerichtet werden. „Die Menschen sollen sich anhand dieser orientieren können und wissen, wohin sie sich im Notfall wenden können.“ Und auch Bodycams werden in der Silvesternacht zum Einsatz kommen, ebenso wie zahlreiche Zivilkräfte, die sich unter die Feiernden mischen werden. Ihre Anzahl wird im Vergleich zu den Vorjahren deutlich größer sein, erläutert Hoffmann.

Inwieweit der Anschlag in Berlin am Montagabend Auswirkungen auf das Sicherheitskonzept zu Silvester in der hessischen Landeshauptstadt haben wird, steht nach Auskunft des Polizeisprechers noch nicht ganz fest. „Sicher ist aber, dass auch diese Vorkommnisse Berücksichtigung in dem Konzept finden werden“, sagt Hoffmann und weist auf die Zufahrtsstraßen rund um das Wiesbadener Kurhaus hin. Diese müssten kontrolliert und gesichert werden.

Die Planungen der Polizei sind eng mit der Landeshauptstadt Wiesbaden abgesprochen worden, die eine Allgemeinverfügung erlassen will. Diese wird derzeit vom städtischen Rechtsamt geprüft, heißt es aus dem Wiesbadener Rathaus. Über die Inhalte der Verfügung sollen die Wiesbadener und Wiesbadenerinnen in den kommenden Tagen informiert werden, damit alle friedlich in das neue Jahr 2017 starten können.

Auch interessant

Kommentare