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Wiesbaden hat früh auf einen emmissionsfreien Öffentlichen Personennahverkehr hingearbeitet. (Symbolbild)

Kommentar

Lohnender Einsatz gegen Fahrverbote in Wiesbaden

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Wiesbaden hat sich im Kampf gegen Diesel-Fahrverbote früh hohe Ziele gesteckt. Das hat sich gelohnt. Unser Kommentar.

Es hat sich für die Landeshauptstadt ausgezahlt, sich früh hohe Ziele zu stecken. Längst bevor der Dieselskandal über die Kommunen hereinbrach, hatte sich die Stadt für den Beginn der Verkehrswende ins Zeug gelegt. 2022 die erste deutsche Stadt mit einem emissionsfreien Öffentlichen Personennahverkehr zu sein, ist ein ehrgeiziges Vorhaben.

Doch es kann gelingen. Gerade – das ist die Ironie der Geschichte – wegen des Dieselskandals. Die Bundesregierung musste unter dem Druck der Dieselfahrverbote Fördergelder für Elektromobilität, die Digitalisierung des Verkehrs, Nachrüstung der Schwerfahrzeuge und anderes bereitstellen. Ohne die Klagen der Deutschen Umwelthilfe auf saubere Luft in den Städten hätte sie dies nicht gemacht, und Wiesbaden und andere Städte könnten die Verkehrswende nicht so schnell umsetzen.

Lesen Sie hierzu auch unseren aktuellen Bericht: Kein Fahrverbot für Wiesbaden

Bedenkenträger, vornehmlich aus der CDU und FDP, hätten die Verkehrswende ausgebremst. Aber nun kann es ganz schnell gehen, dank der Deutschen Umwelthilfe. Sie hat Politikern und Verwaltungsmenschen endlich Beine gemacht, damit sich etwas bewegt in diesem Land. Wir brauchen mehr davon.

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