Kalte Dusche für den Bürgermeister

  • Ute Fiedler
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CO2-Marathon hat sein ehrgeiziges Ziel deutlich verfehlt, doch die Aktion geht weiter

Wenn Bürgermeister Arno Goßmann (SPD) joggen geht, setzt er sich ehrgeizige Ziele. Ziele, die er manchmal nicht erreicht, aber denen er Schritt für Schritt näherkommt. So ist es für ihn auch kein Beinbruch, dass der CO2-Marathon nicht das gewünschte Ergebnis erzielt hat: Gerade einmal rund 24 Tonnen sind eingespart worden. 100 hatte man beim Aktionsstart am 31. März avisiert.

Zwar ist das Ziel klar verfehlt worden, doch die Stadt setze auf Nachhaltigkeit. „Wir haben gute Rückmeldungen bekommen. Die Aktion hat das Bewusstsein für das Thema CO2-Sparen gestärkt“, sagt Goßmann. Und weitergemacht werde ebenfalls – so lange, bis die 100 Tonnen eingespart sind. „2013 soll die Aktion wieder neu beginnen.“

Ob dann wieder ein solch hohes Ziel gesteckt wird, ist noch nicht klar. Derzeit überlegen die Verantwortlichen dieser bundesweit einmaligen Aktion, wie man die Wiesbadener zum Mitmachen animieren kann. Denn die Beteiligung ließ zu wünschen übrig. 336 CO2-Sparer machten mit, vor allem ältere Wiesbadener. Die Jugendlichen interessierte das Ganze kaum. Und gerade sie sollen stärker mit eingebunden werden. Schulen hatten nicht mitgemacht, was vor allem daran lag, dass die Aktion über die Ferien lief, vermutet Goßmann.

Das meiste Kohlenstoffdioxid haben die Wiesbadener übrigens eingespart, weil sie zum Einen ihre Wäsche an der Luft trocknen ließen, die Heizung runtergedreht haben und kürzer duschten. Das wenigste CO2 wurde durch kaltes Duschen und das Trocknenlassen der Haare an der Luft eingespart.

Da bildet Goßmann eine Ausnahme. Er hat in den vergangenen Wochen rund 30 Kilogramm CO2 eingespart – unter anderem, weil er nur ein Drittel warmes Wasser beim Duschen verwendete.

Informationen: www.co2marathon.org

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