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Polizei im Einsatz.
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Polizei im Einsatz.

Kriminalstatistik

Jugendliche schlagen öfter zu

Junge Leute werden gewaltbereiter - und immer mehr Täter greifen Beamte und Hilfspolizisten an. Dennoch ist Wiesbaden keine gefährliche Stadt, betont die Polizei. Von Gaby Buschlinger

Von Gaby Buschlinger

"Unsere Bürger leben in einer sicheren Stadt." Diese Bilanz zieht Karlheinz Schaffer, Leiter der Kriminaldirektion Wiesbaden, aus der polizeilichen Kriminalstatistik des vergangenen Jahres. Und das, obwohl entgegen des Landestrends die Zahl der Straftaten insgesamt um 435 Fälle - vom Autoklau und Einbruch über Betrug und Körperverletzung bis hin zum Mord - auf 25.873 gestiegen ist. Gut die Hälfte davon ist aufgeklärt, die Täter wurden dingfest gemacht.

Die Zunahme der Straftaten führte Schaffer bei der Präsentation der Polizeistatistik am Donnerstag auf den Anstieg von Straßenkriminalität und Widerstand gegen Beamte sowie Hilfspolizisten zurück.

Vor allem bei Jugendlichen sei die Gewaltbereitschaft gestiegen. Michael David von der für jugendliche Straftäter zuständigen AG Jaguar sagte, insbesondere Jugend-Gruppen würden grundlos ihre Opfer misshandeln, "allein um sie zu demütigen und ein paar Euro zu erbeuten". Meist seien dabei Alkohol und Drogen im Spiel und es herrsche eine "aggressive Grundstimmung". Wer Anweisungen von Polizisten oder Hipos respektiere, gelte als Weichei. Entsprechend oft würden die Ordnungskräfte beleidigt und ignoriert. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 657 Körperverletzungen durch Jugendliche und Heranwachsende registriert.

An den Wochenenden, an denen sich die Straßenkriminalität häufte, hat die Polizei daher ihre Präsenz und Sonderkontrollen in der Fußgängerzone, den Parks der Innenstadt und im vorderen Westend verstärkt. "Mit Erfolg", wie Gerald Müller, Leiter der Polizeidirektion Wiesbaden, sagt. Schlägereien und Überfälle auf der Straße seien seitdem wieder rückläufig.

Vier aufgeklärte Morde

In Erinnerung sind den Wiesbadenern vor allem die vier Morde des vergangenen Jahres. Sie wurden allesamt aufgeklärt. Im Januar hatte ein 52-Jähriger 23 Mal auf seine ein Jahr jüngere Frau eingestochen. Sie starb, er landete - wegen Schuldunfähigkeit - in der Psychiatrie.

Lebenslang müssen auch zwei 22 und 25 Jahre alte Männer hinter Gitter. Der 22-Jährige hatte eine polnische Prostituierte (32) in einer Terminwohnung erwürgt. Dank Videoaufzeichnungen aus dem Treppenhaus konnte der Täter ermittelt werden. Im Juni hatte ein 25-Jähriger eine obdachlose Frau (58) mit zu sich nach Hause genommen und beim Sex erwürgt. Auch er erhielt lebenslang.

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder von Nurdan E. (31), der mit über 50 Messerstichen regelrecht abgeschlachtet wurde, soll demnächst beginnen.

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