Wiesbaden

Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

  • Ute Fiedler
    vonUte Fiedler
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VHS beleuchtet Thema von vielen Seiten / Auftakt am 28. Januar.

Wie wirklich ist Wirklichkeit? Diese zentrale Frage menschlicher Existenz will die Volkshochschule der Stadt in ihrem neuen Semester aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Gesucht wird eine Antwort auf die Frage, ob wir in der Lage sind, mit unseren Sinnen und unserem Denkvermögen die Wirklichkeit zu erkennen. Oder ob wir Täuschungen, Illusionen und Phantasien unterliegen.

Den Auftakt zum Semesterthema macht der Vortrag des Neurowissenschaftlers Heiko Luhmann am Mittwoch, 28. Januar. Von 19 Uhr an erklärt der Mainzer Professor für Physiologie im Wiesbadener Rathaus, dass unser Gehirn die Wirklichkeit nicht abbilden kann. Und dass wir die Realität nicht so wahrnehmen, wie sie ist, sondern so, wie wir sind.

Luhmann will einen auf aktuelle Forschung gestützten Überblick zu den aktuellen Erkenntnissen der Neurowissenschaften geben – vom Aufbau des Gehirns, über die verschiedenen Einflüsse auf die Wahrnehmung bis hin zu deren zukünftiger Nutzung. Der Eintritt ist frei.

Diskussionen über Medien

Aus psychologischer Sicht nähert sich der dreiteilige Kurs „Macht schwarz schlank?“ der Wirklichkeit und wirft einen Blick hinter die Fassaden von Täuschungen und Irrtümern. Beginn ist am Donnerstag, 15. Januar, 19 Uhr, in der vhs. Wie Medien Meinung machen stellt „stern“-Journalist und Buch-Autor Rainer Nübel am 24. Februar, 19 Uhr, im Rathaus dar. Er will Blicke hinter die Kulissen der „vierten Gewalt“ vermitteln und die Besucher zur Diskussion anregen. Der Eintritt ist frei.

Der Vortrag „Zwischen Shit-storm und Erwartungsdruck – die neue Kultur des Zeitungslesens“ setzt sich ebenfalls mit dem Thema Medien auseinander. Allerdings geht es am 10. Februar, 19 Uhr, im Rathaus um die Erwartungen, die der Leser an das Medium stellt und wie dieses seine Unabhängigkeit wahren kann. Der Eintritt ist frei.

Das Thema Wirklichkeit soll zudem auch literaturwissenschaftlich näher beleuchtet werden. „High Tea – Jane Austen und die Schwestern Brontë – Wie war ihr Blick auf die Wirklichkeit ihrer Zeit, wie wirklich ist dieser Blick heute noch?“, heißt es am 22. März. Um 17 Uhr beginnt der erste Teil eines vierteiligen Seminars.

Die letzte Veranstaltung des vhs-Semesters beginnt am 23. Juni. An vier Abenden, von 19 Uhr an, erklärt Psychologe Achim Königstein die Entstehung psychischer Erkrankungen. Er erläutert den Blick der klinischen Psychologie auf psychische Krankheit und Gesundheit. Titel der Reihe ist „Ver-rückte Welten“.

Weitere Informationen gibt es unter www.vhs-wiesbaden.de.

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