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Nadine Ruf hat im Wahlkampf hart gekämpft. Ob es für Berlin reicht, ist noch offen.
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Nadine Ruf hat im Wahlkampf hart gekämpft. Ob es für Berlin reicht, ist noch offen.

Wiesbaden

In Wiesbaden liegt die SPD vorne

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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In der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden gibt es ein Kopf-an Kopf-Rennen von CDU und SPD ums Direktmandat. Die Grünen legen ordentlich zu.

Das Kopf-an-Kopf-Rennen auf Bundesebene hat am Sonntagabend sein Äquivalent in der hessischen Landeshauptstadt gehabt. Bis 21.30 Uhr lagen die beiden Direktkandidat:innen von CDU und SPD im Wahlkreis 179 in etwa gleichauf. Ob also der bisherige CDU-Bundestagsabgeordnete Ingmar Jung oder seine SPD-Herausforderin Nadine Ruf das Ticket nach Berlin bekommt, war bis Redaktionsschluss offen.

Bei den Zweitstimmen ist die CDU abgestürzt. Sie hat Stand 21.15 Uhr sieben bis acht Prozentpunkte an Zustimmung im vergleich zu 2017 verloren und landet schließlich bei etwas über 20 Prozent. „Das Ergebnis kann man nicht schönreden, es ist niederschmetternd“, sagte Jung der FR.

In der Landeshauptstadt hat nun die SPD die Nase vorn. Mit etwa 24,6 Prozent um 21.30 Uhr konnten die Sozialdemokraten im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 ihr Ergebnis um rund drei Prozentpunkte steigern. „Das war ein großartiger Wahlkampf, wir haben das gemacht, was unsere Stärke ist; mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen“, sagte SPD-Parteivorsitzende Patricia Eck.

Dass Erststimmen und Zweitstimmen bei der SPD im Gegensatz zur CDU nur geringfügig auseinanderlagen, hat laut SPD-Direktkandidatin Nadine Ruf (43) ursächlich mit dem Wählerverhalten im progressiven Spektrum zu tun. „Die konservativen Wähler wählen taktisch, die im linken Lager nicht“, erläutert Ruf. Dennoch erfuhr die wissenschaftliche Mitarbeiterin im Landtag in ihrer Partei großes Lob. „Nadine Ruf hat sich zu einem Zeitpunkt bereiterklärt, als Direktkandidatin anzutreten, als die SPD-Prognose bei 13 Prozent lag.“, erinnert sich die frühere SPD-Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. Das verdiene Hochachtung.

Zumindest die Grünen-Anhängerschaft hat tatsächlich kaum Stimmen gesplittet. Die Kandidatin Uta Brehm (33) erhielt nicht mal einen Prozentpunkt weniger als ihre Partei. Die Grünen haben die FDP, die bei der Bundestagswahl 2017 in Wiesbaden noch als drittstärkste Kraft hervorging, von ihrem Platz verdrängt. Die Grünen konnten mit rund 20 Prozent der Wählerstimmen das Ergebnis von 2017 um etwa acht Prozentpunkte toppen. „Das Ergebnis im Bund ist nicht ganz so gut wie erhofft“, sagt Brehm in einer Rede an einige Parteifreunde und Parteifreundinnen, die ins Rathaus gekommen waren. Klar sei dennoch, dass „niemand an uns Grünen vorbeikommt, auf allen politischen Ebenen“.

Die FDP hat nur geringfügig zugelegt, ihr Ergebnis ist etwa einen Prozentpunkt besser als 2017. Die AfD ist - neben der CDU - die Verliererin des Abends. Sie schneidet etwa vier Prozentpunkte schlechter ab als bei der letzten Bundestagswahl.

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