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Wiesbaden

In Wiesbaden kann man mit Rad-Kilometern bezahlen

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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Der Handel tauscht gesammelte Punkte gegen Waren. Eine neue App ermöglicht den Tausch.

Wer viel Fahrrad fährt, kann das künftig nicht nur in den Waden spüren, sondern auch im Portemonnaie. Denn die gefahrenen Kilometer lassen sich jetzt sammeln und in einigen Geschäften gegen deren Produkte eintauschen. Einen Espresso gibt es schon für 15 Kilometer und eine Flasche Apfelsaft für 30.

Um die Bürger und Bürgerinnen zu mehr Klimaschutz zu motivieren, stellt die Landeshauptstadt in Kooperation mit der Deutschen Bahn (DB) die Smartphone-App DB Rad+ bereit, mit der die in Wiesbaden gefahrenen Kilometer gesammelt werden können. Ausgewählte Cafés, Händler oder auch das Hessische Landesmuseum tauschen sie gegen ein kleines Dankeschön ein, eine Butterbrezel etwa oder einen Museumsbesuch. Die App, die im Auftrag der DB von der Wiesbadener Agentur Scholz & Volkmer entwickelt wurde, wird bereits in Ahrensburg, Freising und Renningen eingesetzt. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) und Verkehrs- und Umweltdezernent Andreas Kowol (Grüne) stellten sie mit der Werbekampagne „Frischer Wind für Wiesbaden“ gestern vor, mit der sie um klimafreundliches Handeln in unterschiedlichen Bereichen Energie, Wohnen, Ernährung, Verkehr, Konsum und Wirtschaft werben. Radfahren solle so zur Währung werden.

Darüber hinaus belohnt die Stadt besonders fleißiges Radeln mit Infrastruktur-Projekten. Für die ersten von allen Nutzer:innen gemeinsam erradelten 25 000 Kilometer versprechen Mende und Kowol eine öffentliche Fahrrad-Reparaturstation am Hauptbahnhof. Sind 50 000 Kilometer erreicht, soll es ein weiteres Geschenk an das Fahrradkollektiv geben. Vorschläge dafür werden noch entgegengenommen.

Wiesbaden beschloss 2019, den Klimanotstand auszurufen. Um die Pariser Klimaschutzziele einzuhalten, müsste der CO2-Ausstoß in der Stadt bis 2030 im Vergleich zu 1990 um 55 Prozent sinken. Um das zu schaffen, braucht die Stadt die Bürger und Bürgerinnen. Bis September informieren zehn unterschiedliche Motive auf Werbeflächen, was jede und jeder tun kann, damit weniger CO2 emittiert wird. Die Stadt verweist auf ihre Förderprogramme etwa für Wärmedämmung, Solaranlagen oder Dachbegrünung.

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