Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Archäologinnen Jessica Höppner und Michaela Hoffmann (v.l.) graben Überreste der beiden Jungsteinzeitmenschen aus.
+
Die Archäologinnen Jessica Höppner und Michaela Hoffmann (v.l.) graben Überreste der beiden Jungsteinzeitmenschen aus.

Wiesbaden

In Wiesbaden Grab aus der Jungsteinzeit entdeckt

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
    schließen

Archäologen finden eine Sensation: Zwei Individuen aus der Bandkeramikkultur liegen übereinander im Erdreich.

Bei den Grabungen an der Alten Ziegelei haben die Archäologinnen und Archäologen eine Sensation entdeckt. Sie haben ein Grab mit den Überresten zweier Menschen aus der Jungsteinzeit gefunden. „Das ist die älteste Bestattung auf Wiesbadener Stadtgebiet“, sagt Dieter Neubauer vom Landesamt für Denkmalpflege. Die Personen gehörten der Linienbandkeramikkultur an; das waren die ersten Menschen, die in Europa Ackerbau und Viehzucht betrieben und sesshaft waren. Sie lebten vor etwa 7000 Jahren.

Ob es sich um Frauen, Männer oder Kinder handelt, steht noch nicht fest. Dies soll die Anthropologin der Spau-Gesellschaft, die mit den archäologischen Grabungen beauftragt ist, herausfinden. Anhand von Röntgenaufnahmen wird sie nähere Angaben machen können.

„Wir haben die Knochen im Block mit der Erde geborgen“, berichtet Grabungsleiterin Jessica Höppner, die mit ihrem Team seit dem Frühjahr die Jungsteinzeitsiedlung im Südosten Wiesbadens entdeckte. So ließen sie sich besser untersuchen, denn die Knochen seien porös. Zuerst sei sie von einem Menschen in dem Grab ausgegangen, sagt Höppner weiter. Dann sei unter dem ersten Individuum ein weiteres zum Vorschein gekommen. Normalerweise hätten die Menschen aus der Jungsteinzeit ihre Angehörigen nebeneinanderliegend beigesetzt. Dies sei hier nicht der Fall und daher eine Besonderheit. Möglicherweise seien die Körper im Nachhinein auch verrutscht. Die beiden hätten fast übereinander gelegen, die eine mit dem Kopf nach Norden, die andere mit dem Kopf nach Süden. Wahrscheinlich sei das Grab bei Bauarbeiten der Wasserleitungen teilweise zerstört worden. Von der einen Person seien nur Schädel, Rumpf und Oberschenkel und von der anderen die Beine und der Unterleib vorhanden. Die untere Person habe auf dem Bauch und die obere auf dem Rücken gelegen. Grabbeigaben seien nicht gefunden worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare