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Immer mehr Leihräder zerstört

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Von: Ute Fiedler

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Die Mainzer Verkehrsgesellschaft beklagt Vandalismus. Mehr als 200 Räder seien in den vergangenen anderthalb Jahren beschädigt worden – 80 allein in den ersten sechs Monaten 2014. Die MVG beziffert den entstandenen Schaden auf „weit mehr“ als 100 000 Euro.

Während die Stadt Wiesbaden noch darüber nachdenkt, welches Leihradsystem sie in der Landeshauptstadt installieren will, wartet der Nachbar aus Rheinland-Pfalz mit schlechten Nachrichten auf.

Die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG), die auch für Leihräder in Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim zuständig ist, klagt über immer stärker werdenden Vandalismus. In den vergangenen anderthalb Jahren sei die Zahl der Vandalismus-Fälle auf einem Niveau angelangt, „das den bisherigen Erfolg des gesamten Systems beeinträchtigt und die MVG massiv wirtschaftlich schädigt“, schreibt das Unternehmen in einer Pressenotiz, das 1700 Leihrad-Nutzer meldet.

Mehr als 200 Räder seien in den vergangenen anderthalb Jahren beschädigt worden – 80 allein in den ersten sechs Monaten 2014. Die MVG beziffert den entstandenen Schaden auf „weit mehr“ als 100 000 Euro. Fast immer seien die Fahrräder, die mit Brachialgewalt aus der Station herausgebrochen würden, danach als Totalschaden einzustufen, heißt es.

Prämie für Hinweise

Nach Angaben des Unternehmens kostet ein Rad etwa 800 Euro. Wird beim Herausbrechen aus der Station der Stationsbügel beschädigt, entstünden Kosten von mehr als 1500 Euro. Hinzu kämen Gutachterkosten für das Rad und die Station in Höhe von etwa 900 Euro.

Die MVG hat für Zeugenaussagen, die dazu führen, dass der Fahrraddieb geschnappt wird, eine Prämie von 1000 Euro ausgelobt. Diese könne als Schadenersatz geltend gemacht werden, teilt das Unternehmen mit. So kämen als Regressforderungen an die Täter, wenn sie gestellt würden, etwa 4000 Euro pro Delikt zu. Diese Forderung könne 30 Jahre lang geltend gemacht werden, sprich jugendliche Täter könnten später als Erwachsene belangt werden. Hinzu kommt ein Strafverfahren.

Die Polizei bittet um Mithilfe: Wer gelbe Räder sieht, an denen der Andockadapter fehlt oder abgebrochen ist, soll sich bei der Polizei unter Telefon 06134 / 72 71 80 melden.

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