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Protest gegen Homophobie in Berlin: "In mehr als 60 Staaten stehen diese sexuellen Orientierungen unter Strafe, im Iran wird Homosexualität mit dem Tod bestraft", sagt Kathrin Tablack. (Archiv)

Aidshilfe

Freiwillige für Rainbow-Refugees gesucht

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In mehr als 60 Staaten steht Homosexualität unter Strafe. Viele Menschen fliehen aus diesem Grund. Die Aidshilfe in Wiesbaden betreut queere Geflohene und sucht nun selbst Untersützung.

Die queere Problematik ist einer der Hauptgründe für die Flucht“, erklärt Kathrin Tablack, die als Sozialarbeiterin bei der Aidshilfe Wiesbaden für die „Regenbogen-Flüchtlinge“ zuständig ist. Das sind Flüchtlinge, die homosexuell oder trans- oder intersexuell sind. 

„In mehr als 60 Staaten stehen diese sexuellen Orientierungen unter Strafe, im Iran wird Homosexualität mit dem Tod bestraft“, sagt die Sozialarbeiterin. In vielen Länder sei es nicht möglich, sich etwa offen als lesbisches Paar zu zeigen oder als Mann Frauenkleider zu tragen. 

Die Herkunftsländer der queeren Geflüchteten seien nicht nur Syrien, der Iran oder Pakistan. Zurzeit betreue sie auch Menschen aus Jamaika, denen Verwandte das Gesicht zerschnitten und den Arm gebrochen hätten, um sie für ihre sexuelle Orientierung zu bestrafen. Dort sei es für lesbische Frauen besonders gefährlich.

Kathrin Tablack ist gerade dabei, Ehrenamtliche für die Betreuung der Geflüchteten mit Queer-Problematik zu gewinnen. „Die Fluchtgründe sind inhaltlich anders gelagert und müssen für das Asylverfahren anders aufgearbeitet werden“, begründet Tablack den Bedarf an Hilfe durch Freiwillige.

Außerdem sei es notwendig, den Betroffenen klarzumachen, dass sie in Deutschland ihre Homosexualität oder Trans- und Intersexualität offen zeigen dürften und sie hier nicht verfolgt seien. Da die Menschen in ihren Heimatländern ihre Neigungen unterdrückten, machten sie in Deutschland mit Verzögerung oft als Erwachsene die gleiche Entwicklung durch wie hier Jugendliche.

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