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Die ersten hundert Seiten des Gerichtsbuchs sind lose und müssen dringend restauriert werden.
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Die ersten hundert Seiten des Gerichtsbuchs sind lose und müssen dringend restauriert werden.

Wiesbaden

Historische Erbverträge

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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Das Biebricher Gerichtsbuch aus dem 15. und 16. Jahrhundert ist jetzt im Stadtarchiv.

Ein schmiedeeisernes Schloss sichert seinen Inhalt; der Einband besteht aus zwei Ledersorten, aus historischem Leder, das vom Gebrauch der letzten 600 Jahre abgewetzt ist, und modernem Leder, mit dem Restauratoren in den 1960er-Jahren verschlissene Teile ersetzten. In spätgotischer Kursivschrift hielten Gerichtsschreiber Testamente, Pfändungen und Erbverträge dort auf den 157 inzwischen vergilbten und auch restaurierten Blättern fest.

Das Gerichtsbuch von Mosbach-Biebrich für die Zeit von 1418 bis 1578 hat einen neuen Besitzer. Das Hessische Hauptstaatsarchiv, wohin das Werk 1970 aus dem Nachlass des ehemaligen Biebricher Heimatforschers Georg Kraus Senior abgegeben worden war, überreichte das Gerichtsbuch dieser Tage dem Stadtarchiv der Landeshauptstadt. Als Dokument Wiesbadener Stadtgeschichte gehört es dort auch hin. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahm wohl Georg Kraus, der das 1909 eröffnete Heimatmuseum Biebrich führte, oder sein Sohn, Georg Kraus junior, das Buch an sich. Danach galt es als vermisst, bis es in seinem Nachlass wiederentdeckt wurde.

Seite für Seite soll es nun abfotografiert werden, damit Studenten der germanistisch-historischen Arbeitsgemeinschaft der Mainzer Universität die Texte entziffern und abschreiben können, sagt Archivdirektorin Brigitte Streich. Die Studierenden übten sich so im Lesen alter Quellen, und machten die Texte für die weitere Forschung nutzbar. Dem Gerichtsbuch, so sorgfältig restauriert es auch ist, fehlten jedoch mehr als die ersten hundert Seiten. Diese sind 2015 mit einem weiteren Teil des Nachlasses von Georg Kraus ins Staatsarchiv gelangt und wurden ebenfalls jetzt dem Stadtarchiv übergeben. Es handelt sich um eine bloße Blattsammlung in sehr schlechtem Zustand. Die sehr eingedunkelten Blätter sind an den Ecken und Rändern ausgefranst und haben Stockflecken. Sie müssen dringend restauriert werden.

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