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Hendrik Schmehl

Wiesbaden

Hendrik Schmehl führt Wiesbadener SPD-Liste an

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
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Die SPD in Wiesbaden schickt für die Kommunalwahl gleich viel Männer und Frauen ins Rennen. Der neue Spitzenkandidat schießt in seiner Antrittsrede direkt gegen die Grünen.

Die Wiesbadener SPD möchten mit Hendrik Schmehl als Spitzenkandidat in den Kommunalwahlkampf ziehen. Der 36-Jährige, der von 93 Prozent der auf der Versammlung anwesenden 140 Mitglieder gewählt wurde, ist in der SPD der Landeshauptstadt tief verwurzelt. Drei Jahre war er Juso-Vorsitzender und arbeitete sechs Jahre im Unterbezirksvorstand mit. Seit 2013 ist er Stadtverordneter und Sprecher für den Fachbereich Schule und Kultur, seit fünf Jahren gehört er dem Fraktionsvorstand an. Seit 2019 führt er das SPD-Fraktionsbüro im Rathaus.

Der promovierte Historiker, der von sich sagt, er stamme aus bescheidenen Verhältnissen, tritt vor allem für die „Brot- und Butter-Themen“ an: mehr Sozialbauwohnungen, mehr Teilhabechancen für Kinder und Jugendliche, mehr Investitionen ins Berufsschulzentrum und somit in die duale Ausbildung. In seiner Antrittsrede teilte er ordentlich gegen den Kooperationspartner Die Grünen aus: „Die Selbstverständlichkeit, mit der Mittel für die Verkehrswende eingefordert werden, die Selbstverständlichkeit, mit der das Defizit bei Eswe Verkehr bisher unbekannte Dimensionen erreicht, diese Selbstverständlichkeit würde ich mir häufiger im Sozialhaushalt wünschen. Hier müssen wir als SPD hart um jeden Euro kämpfen.“

Der SPD ist es gelungen, Frauen und Männer zu gleichen Teilen und Kandidatinnen und Kandidaten aus fast allen Stadtteilen aufzustellen. Auf Platz zwei der Liste steht die Stadtverordnetenvorsteherin und Ortsvorsteherin von Kastel, Christa Gabriel, die gegen rechtspopulistische Denkmuster eintritt. Platz drei nimmt der kommunalpolitisch erfahrene Simon Rottloff ein. Er erklärte Elternbildungsangebote, die Beratungsstellen für Familien und ältere Menschen und die Gemeinwesenarbeit in den Stadtteilen zum unverzichtbaren Bestandteil des sozialen Netzes. Ein neues Gesicht nimmt Platz vier ein: Susanne Hoffmann-Fessner, Vorsitzende der SPD-Frauen, möchte „Werten wie Mut, Haltung, Solidarität“ wieder mehr Bedeutung geben. Nummer fünf im Spitzenteam, der Polizist und Revierleiter Michael David, unterstreicht den Wunsch, das Projekt Sportpark Rheinhöhe trotz der Kostensteigerung fortzusetzen.

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