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Zum Helfen nach Nicaragua

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David Bartelt und Max Mersiwosky
David Bartelt und Max Mersiwosky © FR/Oeser

Zwei 18-Jährige absolvieren ein sozialpraktisches Jahr in Wiesbadens Partnerstadt Ocotal - organisiert vom Freundschaftsverein "Nueva Nicaragua". Von Michael Grabenströer

Von Michael Grabenströer

Ocotal ist im Vergleich zu Wiesbaden mit 35.000 bis 40.000 Einwohnern - so ganz genau weiß man das nicht - eher eine Kleinstadt, allerdings eine mit großen Problemen. Die nicaraguanische Partnerkommune der Kurstadt ist längst nicht jedem Wiesbadener präsent. Für David Bartelt, der gerade an der Oranienschule sein Abitur ablegte, und den Frankfurter Max Mersiowsky, der in der Internatsschule Schloss Hansenberg abschloss, ist Ocotal jedoch das Wunschziel für ein Jahr.

Vom Freundschaftsverein "Nueva Nicaragua" werden sie für ein sozialpraktisches Jahr in die am weitesten entfernte Partnerstadt Wiesbadens vermittelt. Mit ihnen seien nun bereits 15 Freiwillige von dem Wiesbadener Verein zur Förderung der deutsch-nicaraguanischen Freundschaft in das mittelamerikanische Land geschickt worden.

Soziales im Schulprogramm

David Bartelt und Max Mersiwosky geben ähnlich lautende Gründe für ihren Entschluss an. Mit frischem Abiturzeugnis in der Tasche wollten sie der Gesellschaft ein Stück von dem zurückgeben, was sie bisher erfahren haben, so David Bartel. Er wird an einer Vorschule im Armenviertel arbeiten.

Für Max Mersiowsky kam die Bundeswehr nicht infrage, soziales Engagement aber sehr wohl. Das hatte der Hansenberg-Schüler bereits in seinem Internat in Geisenheim gelernt. Dort betreute er, wie es zum schulisch geforderten Konzept des sozialen Engagements gehört, ein behindertes Kind. In Ocotal wird er sich um die Kinder- und Jugendbibliothek kümmern und Theaterprojekte begleiten.

Beide jungen Männer haben sich intensiv auf ihren Aufenthalt in Mittelamerika vorbereitet. Beide wollen an ihre Spanisch-Kenntnisse anknüpfen, die sie bei Auslandsaufenthalten und in der Schulpraxis erwarben. Außerdem waren beide bei einem Nicaragua-Wochenende in Berlin, bei dem ehemalige Freiwilligenhelfer über ihre Erfahrungen und die Probleme berichteten. "Unvorbereitet sind wird nicht", meinten die angehenden Helfer des Wiesbadener Fördervereins.

Das Projekt arbeitet mit dem Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit zusammen. Das Jahr werde als "anderer Dienst im Ausland(ADiA)" anerkannt, berichtete Karl-Heinz Eicher von Nueva Nicaragua. Die Freiwilligen werden bald Besuch von einer kleinen Bürgerdelegation aus Wiesbaden bekommen.

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