Haarige Biester: die Eichenprozessionsspinner.
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Haarige Biester: die Eichenprozessionsspinner.

Haarige Raupen werden abgesaugt

  • Ute Fiedler
    vonUte Fiedler
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Hof der Kohlheck-Grundschule wegen Gefahr von Allergien gesperrt

Konrektorin Christina Böhne ist erleichtert. Die Eichenprozessionsspinner an einer Eiche im unteren Schulhof der Kohlheckschule sind abgesaugt, die Kinder dürfen wieder ihre Pause im Freien genießen. Am Montag war an einem Baum ein kleines Nest entdeckt worden – durch einen Zufall, wie Böhne sagt.

„Die benachbarte Polizeischule hat uns angerufen und erzählt, dass bei ihnen Eichenprozessionsspinner entdeckt worden waren. Daraufhin haben wir einen Rundgang gemacht und nach längerem Suchen dann auch ein Nest gefunden“, berichtet Böhne. Konrektorin und Hausmeister handelten sofort, sperrten den Schulhof und forderten Hilfe an. Die kam gestern Morgen während der ersten Schulstunde. Die Tiere, die durch ihre Härchen beim Menschen schwere Allergien auslösen können, wurden von einer Spezialfirma abgesaugt.

Ob Kinder mit den Raupen in Berührung gekommen sind, weiß die Konrektorin nicht. „In der vergangenen Woche haben sich eine Lehrerin und drei Schüler wegen eines Ausschlags krank gemeldet. Aber es ist nicht bestätigt, dass die Allergie in Zusammenhang mit den Eichenprozessionsspinnern steht.“

Böhne wird in Zukunft öfter mal ihren Blick durch die Baumkronen der deutschen Eichen auf dem Schulhof schweifen lassen. Denn nur die werden von den Raupen befallen. Andere Eichen lassen die Tiere in Ruhe. Und auch für die Mitarbeiter des Umweltamts heißt es, jetzt aufmerksam zu sein. Denn vor allem zu Sommerbeginn tauchen die Raupen vermehrt auf, „was blöd ist, denn gerade jetzt laufen die Menschen mit kurzen Hosen herum“, sagt Umweltamtsleiter Joachim Mengden.

Jahr für Jahr tauchen Kolonien der Tiere auf – egal, ob die Eichen vorher besprüht wurden oder nicht. „Vielleicht sind dadurch dann weniger Raupen auf den Bäumen, aber das wurde noch nie untersucht.“ Machen könne man gegen die Tiere nichts. Höchstens Vorsicht walten lassen. „Und wenn man dann welche entdeckt, unbedingt den Grundstückseigentümern Bescheid sagen, damit die handeln können“, sagt Mengden.

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