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Gypsy Swing und Viva Creole

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Beim Jazz-Festival im Hof des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst sind erstmals auch Weltmusik-Töne zu hören. Die Reihe beginnt am 16. Juni. Von Mirjam Ulrich

Von Mirjam Ulrich

Sie sind jung, sie sind schön und sie spielen Saxophon: Die Femmes du Sax treten beim Eröffnungskonzert der Veranstaltungsreihe "Jazz im Hof" am Sonntag, 13. Juni, als Vorgruppe auf. Die vier Musikerinnen zählen zu den Nachwuchsformationen, die - mehr noch als bisher - im Hof des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst ein Podium bekommen.

Um neue Hörerkreise zu interessieren und Besucher zu gewinnen, erweitert das Festival in der 22. Saison das musikalische Spektrum in Richtung Weltmusik. Beim Konzert der Nachwuchskräfte am 20. Juni spielen erst die Hot Four Creole und dann die IHK Swing Kids. Die Big Band des Immanuel-Kant-Gymnasiums Rüsselsheim gewann 2009 den hessischen Landeswettbewerb "Jugend jazzt".

Beim sonntäglichen Stelldichein der Jazz-Musiker darf die Wiesbadener Juristenband nicht fehlen. Die sieben Herren treten am 27. Juni mit dem britischen Sänger Duncan Galloway vom Pasadena Roof Orchestra auf und spielen Swing und Dixieland.

Der Gitarrist und Komponist Django Reinhardt wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden. Mit seinem Gypsy Swing erlangte er Weltruhm. "Jazz im Hof" erweist ihm am 11. Juli mit Auftritten des Hänschen Weiss Ensembles und dem Joscho Stephan Quartett die Reverenz.

Quadro Nuevo zählten zu den Publikumslieblingen der vergangenen Saison. Auch ihnen gefiel es im Hof , deshalb kommen sie am 18. Juli wieder - mit Musik aus dem Mittelmeerraum, der Levante und dem Balkan im Gepäck. Eine Woche später, am 25. Juli, steht dann die Allotria Jazzband aus München auf der Bühne. Die acht Musiker spielen mitreißenden Swing - ihrem Bandnamen entsprechend mit einem gehörigen Schuss Humor.

Stargast beim Auftritt der Barrelhouse Jazzband am 1. August ist die amerikanische Sängerin Harriet Lewis. Zum Abschluss der Saison am Sonntag, 8. August, servieren Viva Creole eine Melange aus Rhythm & Blues, Boogie-Woogie, New-Orleans-Jazz und karibischen Klängen.

Traditionell kommen ein Drittel der Einnahmen des Jazz-Festivals zuzüglich weiterer Spenden einem karitativen Zweck zugute: In diesem Jahr geht das Geld an Känguru - eine Einrichtung der Initiative für Behinderte, die im Großraum Wiesbaden Eltern mit behinderten Kindern entlastet.

Alle Konzerte des Festivals beginnen um 11 Uhr. Dauerkarten kosten 60, ermäßigt 55 Euro. Für Einzelkarten zahlen Schüler und Studierende 5 Euro, Rentner sind mit 10, ermäßigt 8 Euro dabei. Erstmals ist auch eine Familienkarte erhältlich. Sie gilt für zwei Erwachsene und zwei Kinder und kostet 18 Euro. Kinder bis 12 Jahre bezahlen für die Konzerte nichts.

Karten für "Jazz im Hof" gibt es beim Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Rheinstraße 23-25, Telefon 0611/323303 und 0611 /323341 sowie in der Galeria Kaufhof - Tickets für Rhein-Main, Kirchgasse 28, Telefon 0611/304808.

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