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„Grünes Herz zeigen“

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Von: Ute Fiedler

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Konny Küpper wird Spitzenkandidatin.

Bei der Abstimmung um die Spitzenkandidatur für die Kommunalwahl am 6. März 2016 hat sich am Samstag Parteichefin Konny Küpper gegen Fraktionsvorsitzende Christiane Hinninger durchgesetzt. Küpper konnte 40 Stimmen, Hinninger lediglich 33 auf sich vereinen. 86 Stimmberechtigte waren anwesend.

Sie nehme das Ergebnis gelassen, sagte Hinninger am Montag auf Anfrage. „Das ist Demokratie. Ich mache schon so lange Politik und habe so vieles erlebt.“ Überrascht zeigte sie sich von Küppers Angriff während des Kreisparteitags. Die Partei brauche „keine Alpha-Tiere, hinter denen sich die anderen verstecken“, hatte Küpper gesagt und zudem einen neuen Stil gefordert.

Kampf zweier Lager

Laut Hinninger habe die Parteivorsitzende bislang keine Kritik an der Arbeit der Fraktion geäußert. „Das ist ihr Job, das anzusprechen – und zwar nicht in einer Rede“, sagte Hinninger. Auch im Hinblick des geforderten „neuen Stils“ kritisierte die Fraktionsvorsitzende, dass es bislang darüber noch keine Debatte gegeben habe. „Frau Küpper muss nun erst einmal erklären, was sie will“, sagte Hinninger.

Küpper erläutert auf Anfrage, dass sie mit einem anderen Führungsstil in den Wahlkampf ziehen wolle. „Ich will ein grünes Herz nach Außen zeigen. Es hat sich gezeigt, dass sich Wahlen nicht nur mit dem Kopf und Konzepten gewinnen lassen, sondern auch mit dem Herzen.“

Ihre Rede habe sich nicht gegen die „sehr gute Arbeit“ der Fraktionsvorsitzenden gerichtet, sagt sie. „Ich halte Christiane Hinninger für eine hervorragende Fraktionschefin“, fügte sie hinzu. Auch werde sich erst nach dem 6. März zeigen, wer welche Aufgabe übernimmt, also auch, wer neue Fraktionsvorsitzende oder Fraktionsvorsitzender wird.

Sie freue sich über die Wahl, sagte Küpper, und auch darüber, dass mit Claus-Peter Große, der auf den zweiten Listenplatz gewählt worden war, ihr ein „ausgewiesener Fachpolitiker“ zur Seite stehe. „Herz und Verstand agieren so zusammen.“

Christiane Hinninger kandidiert für die Kommunalwahl auf Platz drei, Ronny Maritzen auf vier und Tilli Reinhardt auf Platz fünf. Gegen Reinhardt hatte Hinninger vor fünf Jahren die Wahl um die Spitzenkandidatur verloren. Als ein Kampf zweier Lager werteten einige Grünen-Mitglieder die Abstimmung am Samstag. Es scheine, als ob so eine alte Rechnung beglichen worden sei, hieß es. Hinninger hatte in der Vergangenheit stets polarisiert. Man hoffe nur, dass sich „beide Lager zusammenraufen und gemeinsam für die grüne Sache kämpfen“.

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