1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Wiesbaden

Großprojekt im Wachstum

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Der Rohbau soll bis Juni 2013 stehen.
Der Rohbau soll bis Juni 2013 stehen. © peter-juelich.com

Die Sporthalle auf dem Platz der Deutschen Einheit soll Anfang 2014 fertig sein. Linke und Grüne wehren sich gegen das "Millionengrab", die CDU sieht in dem Projekt eine Aufwertung des Viertels.

Von Jana Kinne

Die zwei gelben Kräne sind schon von weitem zu sehen. Sie prägen das Bild vom Platz der deutschen Einheit, wo sich auf der Großbaustelle das monotone Geräusch der Presslufthämmer mit dem Verkehrslärm der Schwalbacher Straße mischt. „Ich freue mich jeden Tag, wenn ich hier vorbeikomme und den Fortschritt sehe“, begeistert sich Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) beim Rundgang über die Baustelle. Vergnügt stapft er durch Sand und Schlamm. Dort, wo einst die Jugendverkehrsschule stand, ist das Fundament für die Sporthalle gelegt. Passanten lugen durch den Bauzaun, fragen sich wie weit es steht mit dem Großprojekt, das die Stadt 48 Millionen Euro kostet.

„Wir sind gut im Zeitplan“, sagt Gilberto Bianchi, Bereichsleiter bei der Baufirma Max Bögl, die im vergangenen Jahr vom Stadtparlament mit dem Bau beauftragt worden war. Anfang 2014 solle der Bau fertig sein, verspricht er.

Millionengrab

Noch kann man sich kaum vorstellen wie es aussehen soll, das Megaprojekt, das so lange für Streit sorgte. Während Linke und Grüne sich gegen das „Millionengrab“ wehrten, sieht Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) darin eine „Bereicherung und Aufwertung des ganzen Viertels“.

„Groß ist es“, da sind sich die Pressevertreter und Projektbeteiligten beim Rundgang über die Baustelle einig. Schemenhaft kann man schon erkennen, wie es einmal aussehen wird auf dem Platz, wenn der Gebäudekomplex fertig ist, der sich in zwei Teile gliedern soll: Direkt an der Schwalbacher Straße entsteht ein Bürogebäude mit rund 400 Quadratmetern Fläche. Rechts davon wächst das Herzstück heran, die Sporthalle, in der Schulsport, aber auch die Bundesligaspiele des Volleyball-Clubs Wiesbaden (VCW) ihren Platz haben sollen.

Besseres Lokalklima

„Die beiden Gebäude sind durch eine gemeinsame Basis verbunden“, sagt Bianchi. Im Erdgeschoss wird es über beide Gebäude hinweg Platz für Geschäfte und Gastronomie geben. Im Außenbereich entstehen zwei Plätze, die zum Verweilen einladen und das Lokalklima im Wiesbadener Westend verbessern sollen.

50 Menschen arbeiten aktuell auf der Baustelle. „Die Erdarbeiten sind abgeschlossen“, sagt Bianchi. Bis Juni nächsten Jahres solle der Rohbau stehen, parallel dazu werde schon an Haustechnik und Fassade gearbeitet.

Keine Angst vor Leerstand

Wer 2014 einzieht in die Büro-, Gewerbe- und Gastronomieflächen, ist noch unklar. Vor Leerstand braucht sich Wiesbaden allerdings nicht zu fürchten. Bögl hat mit der Stadt einen Generalmietvertrag abgeschlossen, so dass die Firma auch bei Leerstand eine feste Grundmiete zahlen muss.

Den Baufortschritt sollen Interessierte indes bald selbst begutachten können. Die Stadt will in Zukunft auf ihrer Homepage wöchentliche ein Bild vom Bau veröffentlichen. Auch über die Installation einer Webcam auf der Baustelle wird diskutiert.

Auch interessant

Kommentare