Wiesbaden

Gerichtsprozesse auf dem Kerb-Gelände

  • vonDiana Unkart
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Weil für große Prozesse unter Coronabedingungen der Platz im Justizgebäude fehlt, hat das Landgericht eine Halle für Verhandlungen auf dem Festplatz Gibb errichten lassen.

Das Landgericht Wiesbaden hat einen neuen Verhandlungssaal. Der befindet sich allerdings nicht im Justizgebäude, sondern auf dem Festplatz im Stadtteil Biebrich, auf dem normalerweise die Gibber Kerb gefeiert wird.

Die Halle in Leichtbauweise sei errichtet worden, um genügend Platz zu haben für größere Prozesse mit mehreren Angeklagten unter Corona-Bedingungen, sagt Gerichtssprecherin Kathleen Mittelsdorf. Sie fasst rund 40 Zuschauer und bietet Platz für bis zu 18 Angeklagte. Seit Mitte Oktober werde in der Halle verhandelt. Selbst in den größten Verhandlungssälen im Gerichtsgebäude seien manche Prozesse nicht möglich gewesen. Das Landgericht Wiesbaden ist nach eigenen Angaben nach dem Landgericht Limburg und dem Landgericht Gießen das dritte in Hessen, das Verhandlungen in Hallen außerhalb der Justizgebäude verlegt.

In den Gerichtssälen gelten die Hygienevorschriften genauso wie für andere öffentliche Gebäude. Die Abstände würden eingehalten, es gebe Lüftungskonzepte und Trennwände aus Plexiglas, sagt Kathleen Mittelsdorf. Zurzeit müssten von Seiten des Gerichts keine Prozesse verschoben werden. „Wir haben so geplant, dass grundsätzlich unter Corona-Bedingungen verhandelt werden kann.“ Aber es komme immer mal wieder vor, dass Prozessbeteiligte in Quarantäne bleiben müssten oder über Symptome klagten und es deswegen zu Verschiebungen komme.

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