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Klima-Initiativen aus Mainz unterstützen die Wiesbadener Gruppe „Hände weg von Os/Ka“ im Kampf gegen das Ostfeld.
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Klima-Initiativen aus Mainz unterstützen die Wiesbadener Gruppe „Hände weg von Os/Ka“ im Kampf gegen das Ostfeld.

Wiesbaden

Gegner und Befürworter kämpfen ums Wiesbadener Ostfeld

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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Mainzer Klimagruppen unterstützen die Kritiker. Regionalversammlung arbeitet auf strengere Regeln für die Bebauung hin.

Die Diskussion um das geplante Baugebiet Ostfeld wird immer intensiver geführt. Die Gruppe der Ostfeld-Gegner:innen vergrößert sich. Mehrere Umweltinitiativen aus Mainz solidarisieren sich mit der Gruppe aus Wiesbaden, die das neue Quartier in den Feldern nahe dem Erbenheimer US-Flughafen verhindern wollen.

Gleichzeitig versucht die Regionalversammlung Südhessen, Wege zu finden, das umstrittene Vorhaben trotz vieler Bedenken doch noch mit strengeren Auflagen zu ermöglichen. Am Freitag soll das Gremium entscheiden, ob eine Bebauung erlaubt werden kann – keine einfache Aufgabe angesichts der zahlreichen Gegenargumente. Die für die Planungen verantwortliche Stadtentwicklungsgesellschaft SEG kann jetzt eines davon entkräften: Die US-Streitkräfte hätten die Sichtflugroute, die in Richtung des militärischen Flugplatzes in Erbenheim über das Ostfeld führte, zum Jahreswechsel verlegt, teilt sie mit. Damit sei der Luftraum über dem geplanten Stadtteil frei von militärischen Flugbewegungen. Die Gegnerinnen und Gegner überzeugt dies aber nicht.

Mit kräftigem Klingeln fahren am Freitag die zwei Dutzend Radfahrerinnen und Radfahrer in das kleine Wohngebiet Fort Biehler ein, das an das geplante Entwicklungsgebiet Ostfeld grenzt. Junge Menschen aus Mainz sind der Einladung der Workers for Future Mainz und der Klimaliste Wiesbaden gefolgt und über den Rhein geradelt, um sich dem Widerstand gegen das geplante Quartier anzuschließen. „Wir brauchen in den Bereichen Quartiersplanung und Stadtplanung, Energie, Mobilitätswende und Konsumverhalten ein Umhandeln“ spricht Julie Fischer von Greenpeace Mainz ins Mikro. Die Menschen müssten den Klimawandel beherzt bekämpfen, deshalb solle das Ostfeld nicht bebaut werden. Leute der Mainzer Gruppen Extinction Rebellion und Fridays for Future sind dabei und Personen, die für einen Bürgerentscheid für ein klimaneutrales Mainz 2030 kämpfen. „Es geschieht, worauf wir gehofft hatten, eine immer stärkere Vernetzung der Ostfeld-Gegner“, sagt Sabine Maritzen von der BI „Hände weg von Os/Ka“.

„Die Verlegung der Sichtflugrouten ist Kosmetik. Es gibt eine Instrumentenflugroute und Platzrunden, die dicht an der geplanten Trabantenstadt Ostfeld vorbeiführen“, teilt Gottfried Schmitt von der BI mit. Denn auch wenn die US-Flieger wenige Meter versetzt fliegen würden, verlärmten sie das Quartier; zudem verstärke die US-Army gerade ihren Stützpunkt. „Wer will da wohnen?“, fragt Schmitt.

Für die SPD und CDU in der Regionalversammlung ist klar, dass es hohen Bedarf an den Wohnungen im Ostfeld geben wird. Deshalb möchten sie den Bau des Quartiers für 10 000 Menschen ermöglichen. Eine Schienenanbindung, strengere Berücksichtigung der Klimafunktionsgebiete und mehr Sicherheit für die Landwirte, die im Ostfeld Land bewirtschaften, sollen die Bedingungen sein.

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