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Friedensboten schweben herab

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Von: Jens Joachim

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Auch in diesem Jahr werden wieder „Engel“ über dem Schlossplatz „Sternenstaub“ verstreuen.
Auch in diesem Jahr werden wieder „Engel“ über dem Schlossplatz „Sternenstaub“ verstreuen. © Michael Schick

Der Sternschnuppen-Markt wird am Dienstag eröffnet. Nach den Terroranschlägen in Paris will die Polizei mehr Präsenz zeigen.

Zum Auftakt des 14. Sternschnuppen-Markts am Dienstag, 24. November, werden wieder verkleidete Engel auf den Schlossplatz herabschweben. Nach der Landung der Friedensboten auf der Bühne vor dem Rathaus werden Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) und Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel (CDU) um 18 Uhr den Wiesbadener Weihnachtsmarkt eröffnen.

Nach den Terroranschlägen in Paris wird die Polizei auch auf dem Weihnachtsmarkt in Wiesbaden „mehr Präsenz zeigen“. Er spreche „permanent mit der Polizei über das Sicherheitskonzept“, sagte Martin Michel, der Geschäftsführer der Wiesbaden Marketing GmbH, auf Anfrage. Die Marketinggesellschaft ist Veranstalter des Markts. Schon vor den Anschlägen in Paris war entschieden worden, während der Eröffnungsfeier am Dienstagabend höchstens 5000 Besucher auf den Schlossplatz zu lassen.

Wer den Auftakt des Marktes mit seinen mehr als 130 in den Stadtfarben Blau und Gold gestalteten Ständen live miterleben möchte, sollte sich daher rechtzeitig auf den Weg zum Schlossplatz machen. Einlasskarten für die Eröffnungsfeier gibt es nicht. „Die Besucher, die frühzeitig auf den Schlossplatz kommen, können sich die besten Plätze sichern“, wirbt Wirtschaftsdezernent Bendel um Verständnis für die Sicherheitsvorkehrungen.

Laut einer vor drei Jahren veröffentlichten Studie der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen empfinden Besucher den Wiesbadener SternschnuppenMarkt als „besonders weihnachtlich“. Der Markt hat sich nach den Worten Bendels in den vergangenen Jahren „zu einem attraktiven touristischen Höhepunkt für nationale und internationale Gästegruppen entwickelt“.

Vier große illuminierte Tore, die mit Lilien, dem Wiesbadener Stadtwappenmotiv, verziert sind, werden den Besuchern den Weg auf den Markt zwischen dem Alten und Neuen Rathaus, dem Landtag und der Marktkirche weisen. In der Fußgängerzone und an der Wilhelmstraße sollen zudem 75 kleinere illuminierte Lilien für eine vorweihnachtliche Atmosphäre sorgen. Auch der neben dem Rathaus aufgestellte und mit energiesparenden LED-Glühlampen ausgestattete Weihnachtsbaum – eine 56 Jahre alte Nordmanntanne aus Hadamar-Steinbach – sowie das 45 Meter hohe Riesenrad auf dem Mauritiusplatz sollen dem Markt einen besonderen Flair in der Adventszeit geben.

An den Marktstände finden Besucher unzählige weihnachtliche Dekorationsartikel, Kunsthandwerk, Schmuck, Lederwaren, Accessoires und Geschenkideen. An weiteren Ständen können Weihnachtsgebäck, andere kulinarische Köstlichkeiten und Glühwein gekauft werden. Komplettiert wird das Angebot von einem kurzweiligen Unterhaltungsprogramm.

Neu ist in diesem Jahr, dass die Weihnachtskrippe mit ihren lebensgroßen Holzfiguren bis zum 6. Januar vor dem Weihnachtsbaum stehen bleiben wird. Nach dem Ende des Sternschnuppen-Markts am 23. Dezember soll die Krippe mit einer Konstruktion aus Acrylglas vor Vandalismus geschützt werden.

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