1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Wiesbaden

Freispruch für Laub gefordert

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jochen Dietz

Kommentare

Prozess zur Veruntreuungbei Wohnbau Mainz

Im Untreue-Prozess gegen den ehemaligen Geschäftsführer der Wohnbau Mainz hat sich die Verteidigung für eine Verwarnung mit Strafvorbehalt ausgesprochen. Mehr als zwei Stunden lang versuchen die Verteidiger Volker Hofmann und Tobias Mildeberger in ihren Plädoyers Punkt für Punkt die Anklage der Staatsanwaltschaft zu widerlegen. Rainer Laub sei nie Alleinentscheider bei der Wohnbau gewesen. „32 Zeugen und zwei Gutachter haben ihn nicht belasten können“, so Mildeberger. „Wie man es auch dreht und wendet: Herr Laub hat sich in keinem Fall strafbar gemacht oder der Wohnbau Schaden zugefügt.“

Vernichtend beurteilen die Anwälte dagegen den damaligen Wohnbau-Aufsichtsrat und die Politik. Mildeberger wirft Staatsanwältin Tanja Beck sogar eine fehlerhafte Anklage vor: Wenn schon, hätte gegen den gesamten Aufsichtsrat Anklage erhoben werden müssen – wegen Beihilfe zur Untreue. Doch es sei ohnehin keine. Den schwersten Vorwurf, durch den VIP-Bereich-Ausbau des Bruchwegstadions habe Laub pflichtwidrig und vorsätzlich Wohnbau-Vermögen gefährdet, versuchen die Anwälte zu entkräften. Das Urteil wird am Dienstag verkündet.

Auch interessant

Kommentare