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Freie Fahrt nach Klarenthal

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Die verlängerte Gordelerstraße führt jetzt nach Klarenthal.
Die verlängerte Gordelerstraße führt jetzt nach Klarenthal. © FR/Oeser

Nach 30 Jahren ist das Provisorium EO Geschichte. Klarenthal ist jetzt über die frisch asphaltierte Verlängerung der Goerdeler Straße an die Innenstadt angebunden. Von Gaby Buschlinger

Von Gaby Buschlinger

Nach über 30 Jahren geht am heutigen Mittwoch eine Straße in den Ruhestand, die nie offiziell eine Straße war, die aber auch Linienbusse nutzten: die EO in Klarenthal. Die ehemalige Baustellenzufahrt war die ebenso umständliche wie holprige Zufahrt nach Klarenthal. Ab heute ist der Stadtteil über die neue und frisch asphaltierte Verlängerung der Goerdeler Straße an die Innenstadt angebunden.

Rund 540 Meter ist der Durchstich von der Klarentahler Straße auf Höhe der Fachhochschule bis zur früheren Sackgasse Goederler Straße lang. Die EO wird für den Durchgangsverkehr dicht gemacht. Damit die durchgängige Goerdeler Straße nicht zur Rennpiste mutiert, hat die Stadt sie dank Radstreifen und Fußweg auf eine Fahrspur für jede Richtung verengt, informiert Stadtentwicklungs- und Verkehrsdezernent Joachim Pös (FDP).

Zudem werden drei Kreisel eingebaut: An der Anne-Frank-Straße, der Otto-Wels-Straße und der Carl-von-Ossietzky-Straße. Die Kreisel sind bislang allerdings nur angedeutet. Pös rechnet mit einem Baubeginn noch in diesem Jahr. Stellplätze im Mittelstreifen sowie Parkbuchten bleiben erhalten. Weichen mussten dem Durchstich einige Kleingärten im Wellritztal und der Landgrafensiedlung. Pös versichert, dass viele Schrebergärtner nur Teile ihrer Parzellen opfern mussten.

Grüne haben zugestimmt

Die freie Fahrt von der Sackgasse, in der die bislang vierspurige Goerdeler Straße abrupt endete, bis zur Klarenthaler Straße auf Kosten von Kleingärten hatten ausgerechnet die Grünen möglich gemacht. Die Öko-Partei hatte dem Vorhaben zugestimmt, weil es auf Wunsch der Regierungspartner CDU und FDP vor vier Jahren zum Bestandteil des Jamaika-Koalitionsvertrags geworden war. Hätten die Grünen dieses Zugeständnis verweigert, wäre das Regierungsbündnis nicht zustande gekommen.

Die Baukosten beziffert Pös auf rund drei Millionen Euro. 700000 Euro kostet die Stadt zudem die Umgestaltung der bestehenden Goerdeler Straße samt Radstreifen bis zur Graf-von-Gahlen-Straße und den drei Kreiseln. Das Land schießt gut die Hälfte der Kosten zu.

Im Februar 2009 begannen die Bauarbeiten. Während der Klarenthaler Ortsbeirat mehr Durchgangsverkehr und Lärm erwartet, können sich die Dotzheimer freuen. Durch die Daimler-, Carl-von-Linde- sowie Flachstraße werden weniger Autos und Laster rollen.

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