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Wiesbaden

Frauen holen auf

  • VonDiana Unkart
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In den vergangenen Jahren sind mehr Frauen arbeiten gegangen - wegen fehlender Betreuungsplätze aber meistens in Teilzeit. Gestiegen ist auch die Zahl deren, die in zwei Jobs arbeiten.

Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit in Wiesbaden beobachten seit 20 Jahren, wie sich die Beschäftigung von Frauen und Männern entwickelt. Jetzt haben sie Zahlen vorgelegt, die zeigen, dass mehr Frauen arbeiten – meistens allerdings in Teilzeit.

Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen stieg demnach von 1999 bis 2017 um 21 Prozent, bei den Männern betrug der Anstieg 8,2 Prozent. Waren 1999 noch 9879 Männer mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt als Frauen, hat sich der Abstand 2017 auf 1285 reduziert. Damit haben die Frauen zwar zahlenmäßig aufgeschlossen, aber das Arbeitsvolumen der Männer ist deutlich höher geblieben, denn zeitgleich wuchs auch die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung um 115,9 Prozent. 76,8 Prozent aller Teilzeitstellen sind von Frauen besetzt. Teilzeitbeschäftigung steht in der Regel immer noch für niedrigeren Verdienst, geringere Karrierechancen und Altersarmut.

Bei den Minijobs habe sich, berichtet die Arbeitsagentur, in den vergangenen elf Jahren eine für Frauen positive Entwicklung vollzogen. 2007 hätten 15 640 Frauen ausschließlich in einem Minijob gearbeitet. Zehn Jahre später waren es 13 706. Zeitgleich sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen gestiegen.

Immer mehr Frauen wechselten von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, heißt es in der Analyse weiter. Das sei vor allem auf die verbesserte Kinderbetreuung zurückzuführen. Das Angebot bleibe aber für Krippen- und Grundschulkinder deutlich hinter dem Bedarf zurück. Es komme immer noch vor, dass Frauen einen Job oder eine Weiterbildung nicht antreten könnten, weil keine finanzierbare Kinderbetreuung zur Verfügung stehe. Bei den Männern ist im selben Zeitraum die Zahl derer, die ausschließlich in einem Minijob arbeiten, um 9,9 Prozent auf 7307 gestiegen.

Auch die Zahl der nebenberuflich ausgeübten Minijobs ist deutlich gewachsen – bei den Frauen um 43,3 Prozent, bei den Männern um 38,3 Prozent. „Diese Entwicklung zeigt, dass für Frauen und Männer die Anreize hoch sind, einen Minijob in einer Nebenbeschäftigung auszuüben“, heißt es aus der Arbeitsagentur.

Eine gute Qualifikation sei für Frauen und Männer ein Grundstein zum Erfolg auf dem Arbeitsmarkt. Mit der Höhe des Bildungsniveaus sinke das Risiko arbeitslos zu werden. Beschäftigte ohne abgeschlossene Ausbildung seien in besonderem Maße von Arbeitslosigkeit bedroht. diu

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