Wiesbaden

Aus für Folklore: „Verfall des Nachtlebens“

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Nach dem endgültigen Absage an ein Festival in der Nachfolge von Folklore , übt das Jugendparlament scharfe Kritik und fordert einen Nachtbürgermeister.

Scharf kritisiert haben die Mitglieder des Jugendparlamentes die Entscheidung, kein neues Kulturfestival in der Nachfolge von Folklore zu etablieren. Der Vorsitzende des Jugendparlaments, Silas Gottwald, sieht darin einen „Verfalls des Nachtlebens“. In der Mitteilung des Dezernats fehle jegliche Begründung dafür, warum es nicht gelang, eine Nachfolgeveranstaltung für Folklore ins Leben zu rufen. 

Warum werden Oldtimer-Rallyes gefördert, aber kein Kulturfestival?

Ebenfalls ungeklärt bleibe die Frage, warum andere Veranstaltungen, wie der jährliche Ball des Sports, Oldtimer-Rallyes und Pfingstturniere problemlos finanziert würden, während die Verantwortlichen bei einem Kulturfestival keine Umsetzungsmöglichkeit sähen. Es brauche deshalb endlich einen Nachtbürgermeister, der sich der großen Herausforderungen annehme. In anderen Städten wie Mannheim oder Amsterdam sei ein solches Amt längst selbstverständlich, sagt Gottwald. „Wir haben dazu ein auf Wiesbaden zugeschnittenes Konzept in der Stadtverordnetenversammlung eingebracht, doch die Abstimmung der Stadtverordneten über unseren Antrag steht noch aus. 

Ein Nachtbürgermeister soll sich nach Vorstellungen des Jugendparlament für eine Wiederbelebung des Wiesbadener Nachtlebens einsetzen, bei Konflikten zwischen Feiernden und Anwohnern vermitteln und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden auf ein besseres Sicherheitsgefühl in Wiesbaden hinwirken.

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