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Folklore-Festival ist Vergangenheit

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Von: Ute Fiedler

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Folklore im Regen.
Folklore im Regen. © Renate Hoyer

Die Stadt zahlt nicht den Verlust von „Folklore 015“ und streicht ihren Zuschuss für „Folklore 016“. Der Veranstalter verkünden daraufhin das Aus für das Festival.

In einem offenen Brief hat die Folklorecrew gestern Mittag das Aus für das beliebte Festival mitgeteilt. „Das Festival – so wie wir es kannten – wird ein Jahr vor dem 40-jährigen Jubiläum beerdigt“, heißt es.

Als Grund für das Aus nennt die Folklorecrew die Streichung des städtischen Zuschusses in Höhe von 120 000 Euro. „Ohne einen Zuschuss ist das Festival – so wie wir es kennen – nicht finanzierbar“, heißt es. Ebenfalls werde die Stadt Wiesbaden – anders als bisher kommuniziert – nicht dazu beitragen, den Verlust von „Folklore 015“ aufzufangen.

Somit sei der Weg der Veranstalterin Volkswirtschaft UG in die Insolvenz „unumgänglich“. „Wir haben dieses Festival geliebt. Und wir haben es immer wieder geschafft, auftretende Verluste zu kompensieren“, schreiben die Veranstalter. Trotz Startschwierigkeiten auf dem Schlachthof-Areal nach dem Umzug vom Freudenberg habe man das Festival zunächst aufrechterhalten können.

Zehn Jahre lang habe das Konzept gegriffen. „Langfristige Rücklagen“ seien jedoch nicht erwirtschaftet worden, die Produktionskosten seien gestiegen, sodass 2015 ein neues Konzept ausprobiert wurde. Eines, das jedoch nicht funktioniert habe. „Es kamen weitaus weniger Besucher, als zur Deckung der Kosten nötig gewesen wären. An dieser bitteren Erkenntnis führt kein Weg vorbei.“

Das Aus wurde in den sozialen Netzwerken mit Bestürzung aufgenommen. „Traurig für eine Hauptstadt“, schrieb ein User, eine andere: „Kultur hat in Wiesbaden keine Priorität“.

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