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Aus für Förderschule

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Wiesbaden soll Vorreiter für Inklusion werden

In Wiesbaden soll eine von drei Förderschulen schließen. Die Lehrkräfte sollen an die Regelschulen versetzt werden und dort für den Ausbau des gemeinsamen Unterrichts von Kindern mit und ohne Behinderungen zur Verfügung stehen. Damit werde Wiesbaden zur Modellregion für Inklusion, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums und bestätigte damit einen entsprechenden Zeitungsbericht vom Donnerstag.

Mit dem Umbau zu mehr gemeinsamem Unterricht an der Regelschule soll im Schuljahr 2013/14 begonnen werden. „Sofern die Stadt Wiesbaden dies will“, sagte Ministeriumssprecher Horst-Günter Herold. Die Stadt lege auch fest, welche der drei Schulen auslaufen soll. Das Kultusministerium schlage vor, an der August-Hermann-Francke-Schule von 2013 an keine neuen Schüler mehr aufzunehmen.

Die dadurch frei werdenden Ressourcen würden vollständig für den gemeinsamen Unterricht an der Regelschule eingesetzt, sagte Herold. Sollte der Bedarf jedoch größer sein, würden die Mittel entsprechend aufgestockt. Neben Wiesbaden solle es eine zweite Modellregion geben. Darüber würden mit mehreren Schulträgern Gespräche geführt.

Die Nachricht erreichte die Wiesbadener Schuldezernentin Rose-Lore Scholz (CDU) am Dienstagabend. „Ich bin sehr glücklich“, sagte Scholz der Frankfurter Rundschau. Schriftlich allerdings habe sie die Zusage der Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) noch nicht. Sobald diese vorliege, wolle sie „in die politische Diskussion einsteigen“. Dann ist es an der Stadt zu entscheiden, ob Wiesbaden die Vorreiterrolle in Hessen übernehmen wolle. (gf./pgh.)

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