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Fluxus lockt Besucher

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Stadt zieht Bilanz des Kunstfestivals

Klaviere, die auf der Bühne zertrümmert werden, Papierstreifen, auf der ein in Tusche getauchter Kopf seine Bahnen hinterlassen hat oder Menschen, die sich auf der Bühne mit Milch übergießen: Die Aktionen und Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Aktionskunst Fluxus haben im vergangenen Jahr rund 100000 Kulturfreunde nach Wiesbaden gelockt.

Mehr als 68000 Kulturinteressierte hätten die Veranstaltungen in den einzelnen Museen und Häusern besucht, teilt das Kulturdezernat mit. Noch einmal 32000 seien zu den Feierlichkeiten unter freiem Himmel gekommen. „Unser Ziel war es, mit dem Kunstfestival unseren Blick auf einen der interessantesten Avantgarde-Momente unserer Stadt zu richten“, bilanzierte Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz (CDU). Dieser Plan sei voll aufgegangen, weil die beteiligten Institutionen an einem Strang gezogen und ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt hätten.

Fluxus ist eine Avantgarde-Kunstrichtung, die in den frühen 60er Jahren aufkam und es sich zum Ziel machte, gegen das Kunstwerk im herkömmlichen Sinn zu rebellieren – mit scheinbar sinnlosen Aktionen. Die Künstler kombinieren dabei Video, Musik, Licht, Geräusche und Bewegung mit Handlungen und diverse Materialien.

Bei den „Wiesbadener Festspielen Neuester Musik“ im Jahr 1962 wurde Fluxus erstmals der deutschen Öffentlichkeit vorgestellt. Daher gilt die Stadt heute als Ursprungsort der deutschen Fluxus-Bewegung. Die Aktionen und Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2012 griffen auch einige Ideen von damals wieder auf – wie etwa das zertrümmerte Klavier. (fsl.)

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