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Feuerwehr hat über 300 Einsätze

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Von: Christina Franzisket

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Die Innenstadt und das Kurhaus sind dieses Mal verschont geblieben. Dafür trafen die Unwetter Kastel und Kostheim. Zu über 300 Einsatzstellen musste die Feuerwehr ausrücken.

Gleich zwei Unwetter haben die Wiesbadener Feuerwehrleute am Dienstag beschäftigt. Das erste zog am frühen Nachmittag über die Stadt hinweg und brachte literweise Regen und gefährliche Sturmböen mit sich. Gegen 17.30 Uhr zogen dann erneut graue Wolken auf, wieder regnete und gewitterte es heftig.

Am härtesten traf es dieses Mal die Stadtteile Kostheim und Kastel. Zu über 300 Einsatzstellen musste die Feuerwehr ausrücken. „Das waren hauptsächlich voll gelaufene Keller, wegen dem den massiven Regen und umgestürzte Bäume“, resümiert der Lagediensthabende Carsten Böhm am Mittwoch.

Wegen des vielen Regens der vergangenen Wochen sei der Erdboden überall aufgeweicht: „Da reicht schon ein kleiner Sturm, um Bäume umzuwerfen“, sagt Böhm. Um die zahlreichen Einsätze überhaupt bewältigen zu können, mussten alle 20 Freiwilligen Feuerwehren aus Wiesbaden und alle drei Wachen der Berufsfeuerwehr eingesetzt werden, „das waren rund 350 Einsatzkräfte“, berichtet Böhm.

350 Kräfte im Einsatz

Zu allem Überfluss wurde die Feuerwehr während des Unwetters auch noch an den Rhein gerufen. Eine Person musste aus dem Wasser gerettet werden, „vermutlich ein Suizidversuch“, sagt Böhm. Laut Polizei wurde die Person anschließend ins Krankenhaus gebracht.

Die Innenstadt und das Kurhaus blieben von Wetterschäden verschont. „Wir zittern jedes Mal im Kurhaus, wenn es am Himmel über Wiesbaden dunkel wird“, sagt Markus Ebel-Waldmann, Geschäftsführer der Rhein-Main-Hallen GmbH. „Wir sind froh, dass es dieses Mal keine neuen Schäden gegeben hat.“ Die Aufräumarbeiten könnten wie geplant weiter gehen und der Konzertbetrieb bald wieder aufgenommen werden.

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